Heute ist wieder tolles Wetter. Die Sonne scheint und es geht ein schöner Wind, ideal zum Segeln. Leider liegen wir noch in der Marina von Mitikas und haben immer noch nicht alle unsere Probleme behoben 🙁
Für heute haben wir uns vorgenommen, das fest sitzende Fockfall zu richten und die Toilette zu reparieren. Sie saugt kein Wasser mehr an.
Mir fiel auf, dass ich noch gar kein Bild von unserer Segelyacht gepostet habe! Deshalb habe ich die heute mal für hier fotografiert.

So ein Trimaran ist zwar nicht so komfortabel, aber er ist pfeilschnell. Da kommt kaum ein anderer Segler mit. Der Trimaran ist von Waldemar auf den Namen Agapi getauft worden. Das bedeutet zu deutsch so viel wie „meine Liebe“. Finde ich eine nette Idee 🙂
Nach dem Frühstück haben wir auf alle möglichen Arten versucht, die Toilettenpumpe dazu zu bewegen, Wasser anzusaugen. Die hat sich aber beharrlich geweigert. Zuletzt sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass es an der Dichtung liegt. Es blieb nichts anderes übrig, als aus Preveza eine neue Dichtung zu besorgen. Gegen 11 Uhr ist Waldemar dafür zu der Marina im ca. 25 km entfernten Preveza gefahren.
Nach ca. 10 Minuten habe ich festgestellt, dass ich mein Handy in Waldemars VW-Bus vergessen habe 🙁 Waldemar hat das erst in Preveza gemerkt, als er mich angerufen hat und es aus dem Fond seines WV-Bus geklingelt hat. Zum Glück habe ich mir vor dem Urlaub noch eine schöne Armbanduhr geleistet, so dass ich ohne Handy wenigstens die Uhrzeit hatte 🙁 So ein Leben ohne Handy ist ja schon möglich, aber es ist sehr schwer 🙂 habe ich festgestellt 🙂
Wenigstens hat Waldemar das entsprechende Ersatzteil für die Toilette besorgen können und die funktioniert jetzt wieder.
Die Reparatur des Fockfalls haben wir heute aber nicht mehr geschafft und auf morgen zurückgestellt. Wir sind uns noch nicht sicher, was das eigentliche Problem ist und wie das zu beheben ist, sind aber sehr optimistisch, dass wir das auch noch schaffen und dann los segeln können.
Zum Abendessen hat Waldemar heute Wurstsalat an Bord zubereitet.

Er hat ausdrücklich betont, dass es sich um „Münchner Wurstsalat“ handelt. Da ist die Wurst nicht in so feine Streifen geschnitten sondern in große Stücke. Ob das stimmt? Vielleicht kann mir das jemand bestätigen und damit meinen Verdacht ausräumen, dass Waldemar nur zu faul zum kleiner schneiden war 🙂 🙂 🙂
Auf alle Fälle hat es im „Bordrestaurant“ sehr gut geschmeckt 🙂

Am Abend waren wir noch in unserer Hafentaverne auf einen Absacker zum Tagesausklang.

Jetzt habe ich zwar deutlich mehr Schritte zu Fuß auf dem Zähler als Seemeilen, es sind aber trotzdem schöne Tage und wir haben wieder viele Bekannte und Freunde hier aus Mitikas getroffen.
Falls das Problem mit dem Fockfall morgen schnell zu lösen ist, werden wir noch Vorräte „bunkern“ und dann wahrscheinlich in Richtung Kastos (unsere Lieblingsinsel) los segeln. Sonst starten wir eben übermorgen 🙂
Viele Grüße an alle zu Hause oder auf Reisen (Moni und Stefan sind ja gerade auf Teneriffa und lassen es sich dort gut gehen) und bis demnächst wieder
Lothar