27. Mai 2026 – Abschied von der Agapi

Gestern hatte ich noch Zeit um meine Siebensachen von Bord zu bringen, da wir erst am Nachmittag in Richtung Preveza aufbrechen wollten. Nach meinem allmorgendlichen Kaffee in der Hafentaverne haben wir uns von Ralph und Karin verabschiedet. Die Beiden sind mit ihrem Trimaran in nördlicher Richtung aufgebrochen.

Gegen Mittag war ich nochmals am Strand von Mitikas eine Runde schwimmen. Es war recht heiß in der Sonne und das kühle Bad hat gut getan 🙂 An der Stranddusche habe ich natürlich wieder alles Warmwasser verbraucht (aus den schwarzen Schläuchen, die über einige Meter bis zu den Duschen verlaufen) 🙂

Danach wurde es auch für mich so langsam Zeit, mein Gepäck zusammenzusuchen, einzupacken und von Bord zu schaffen 🙁 Noch ein letztes Selfie mit Waldemar auf der Agapi.

Anschließend ging es ab in Richtung Preveza. Wir waren noch kurz in der dortigen Marina. Waldemar hat noch Batterien benötigt.

Richtung Preveza

Am Flughafen habe ich mich von Waldemar verabschiedet und mir einen Mietwagen abgeholt. Mit dem ging es anschließend zurück nach Palairos, wo ich bei Sylvia ein Appartement für die letzten 4 Tage reserviert habe. Waldemar ist weiter nach Igoumenitsa gefahren. Sohn Philipp mit Frau und zwei Enkeln sind auf Korfu gelandet und waren mit der Fähre von dort unterwegs nach Igoumenitsa.

Ich habe mich in Palairos mit Sylvia getroffen, die mir ein superschönes Appartement mit großem Balkon und toller Aussicht reserviert hat.

innen einfach aber sehr geräumig
die Aussicht vom Balkon ist superschön

Nachdem ich „eingezogen“ war, hat sich Waldemar nochmals gemeldet. Sie würden nach Palairos kommen und dort zu Abend essen. Ob ich nicht dazukommen möchte? 🙂 Klar war ich mit dabei!

Es war ein netter gemeinsamer Abend und wir hatten gute Stimmung 🙂 Das Essen war klasse !

Heute früh, nachdem ich bestens ausgeschlafen hatte, gab es erst mal selbst gemachten Kaffee. Ich bin dann mit dem Mietwagen nach Mitikas aufgebrochen, um zu sehen, wie sich die neue Crew auf der Agapi „eingelebt“ hat 🙂

Wegelagerer unterwegs nach Mitikas 🙂

Am Hafen von Mitikas war echt was geboten! Auf Kalamos hat man eine große Anzahl wilder Ziegen eingefangen, sie auf ein Fischerboot verfrachtet und nach Mitikas gebracht!

Verladung der wilden Ziegen auf den LKW
Da war ganz schön Ziegengemeckere 🙂 Das hat denen sicher nicht gepasst !
Parallel dazu wurde auch auf der Agapi „verladen“. Dort war es das reichliche Gepäck der Obergfells 🙂

Wir haben noch alle gemeinsam gefrühstückt …

… bevor ich dann endgültig Tschüss gesagt habe und nach Palairos zurückgefahren bin.

Es waren sehr schöne Tage gemeinsam mit Waldemar und ich habe mich supergut erholt. An Seemeilen haben wir zwar nicht allzu viel zusammenbekommen, aber wir sind ja vom Drachenfliegen gewohnt, dass das Wetter bestimmt und der Wind die Richtung vorgibt. Das lässt manchmal mehr -, manchmal etwas weniger zu 🙂

Ich habe dafür so viel gelesen wie noch nie in einem so kurzen Zeitraum 🙂 Im Moment lese ich das 6. Buch !

  • Ostfriesennebel von Klaus-Peter Wolf – Krimi
  • Das dunkle Schweigen von Wolfgang Schorlau – Krimi
  • Ausgerechnet Sylt von Thomas Herzberg – Krimi
  • Sapiens (eine kurze Geschichte der Menschheit) von Yuval Noah Harari – Spiegel Bestseller
  • Narrativ von Georg Ligsalz – Politkrimi
  • Die blaue Liste von Wolfgang Schorlau – Krimi (ist gerade in „Bearbeitung“)

Die meisten auf Empfehlung von Waldemar. Danke für die guten Tipps.

Ich bin froh, dass ich mir die Bücher von Apple-Books aufs Handy holen konnte. Sonst hätte ich ganz schön abstinent sein müssen 🙂 Zu Hause liegt der Kindl. Den nehme ich beim nächsten Urlaub ganz sicher mit, weil auf dem angenehmer zu lesen ist.

Jetzt mache ich mir noch 3 schöne Badetage und genieße die Zeit am ionischen Meer! Dann freue ich mich auch wieder auf zu Hause und meine Moni.

Das ist mein letzter Bericht aus Griechenland und ich sage danke für’s Dabeisein.

Ganz liebe Grüße und bis zum nächsten Abenteuer

Lothar

25. Mai 2026 – knapp 7 sm bis Mitikas – ich gehe von Bord

Nach dem gestrigen Gewittersturm war die Nacht auf Kastos recht ruhig und wir konnten gut schlafen. Am Morgen war der Wind völlig eingeschlafen, es war nicht einmal mehr ein Kräuseln auf dem Wasser! Am Himmel waren nur noch ein paar „Wasserleichen“ vom Vortag übrig geblieben 🙂

Nach meinem obligatorischen griechischen Kaffee und einem Cappuccino bei Vasili war wieder Frühstück an Bord vorbereiten angesagt. Waldemar ist da einfach der Spezialist 🙂

Wir hatten noch Hoffnung, dass gegen Mittag etwas Wind aufkommt und wir so zurück nach Mitikas segeln können.

Wir hatten aber noch Zeit und so bin ich nochmals zur Taverne Windmill hochgeschlendert und habe mich dort noch schön geduscht und mir einen frischen Orangensaft gegönnt.

Nach herzlicher Verabschiedung bei allen auf der Insel und meinem Versprechen, im September wieder zu kommen, haben wir abgelegt und sind in Richtung Mitikas gestartet.

Es hat gar nicht so lange gedauert, da kam auch schon leichter Wind auf. Wir haben sofort die Segel gesetzt und kamen so ein Stück weit unter Segeln vorwärts.

Allzu lange hat es aber nicht gedauert, da hat der Wind schon wieder einmal eine längere Verschnaufpause eingelegt, so dass wir nur mit dem Motor weiter kamen.

Der Wind hat danach zwar nochmals aufgefrischt, so dass wir schnell wieder Segel gesetzt haben, das hat aber nicht lange angehalten. Als Mitikas in Sicht kam, haben wir die Segel gerefft und sind das letzte Stück bis zum Hafen mit Motor gefahren.

Mitikas voraus

Im Hafen war es „saueng“, aber wir haben noch eine Lücke gefunden, in die wir gerade so reingepasst haben. Später haben noch einige den Hafen verlassen und wir hatten Platz übrig 🙂 Waldemar hat das gleich an Ralph und Karin mit deren Trimaran „gemeldet“. Die beiden kamen danach auch noch hierher nach Mitikas und konnten bequem an unserem Steg anlegen.

6,9 Seemeilen (12,77 km), 1 Stunde 44 Minuten, Schnitt: knapp 4 Knoten (7,34 km/h)

Das Wetter war schön, in der Sonne war es ziemlich heiß. Wir haben die Zeit mit Lesen und Relaxen verbracht.

Ich habe mich nach einiger Zeit entschlossen, jetzt endlich auch im ionischen Meer zu baden. Am Strand von Mitikas war ich zwei mal im Wasser. Insgesamt immerhin knapp eine halbe Stunde! Ich bin sehr vorsichtig und langsam ins Wasser gewatet. Als ich drin war, war aber alles prima. Ich schätze die Wassertemperatur auf mindestens 18 Grad. Im September werden es sicher wieder gut 25 Grad werden.

Danach sind Waldemar und ich ins Städtchen geschlampert. Unterwegs war eine Frisörin und Waldemar hat sich kurz entschlossen den Bart rasieren und den Kopf waschen lassen.

In der Nacht hat es wieder leicht geregnet. Ich habe am Mückengitter entlang etwas Wasser in die Kabine bekommen. Ist aber nur eine kleine feuchte Pfütze geworden 🙂

Das war meine letzte Nacht auf der Agapi 🙁 Etwas wehmütig ist mir das schon. Im September werde ich Waldemar nochmals beim Aufbau hier in Mitikas helfen. Wir sind da sowieso in der Nähe und freuen uns aufs Segeln, dann mit einem gecharterten Katamaran (Moni, Stefan, Bernhard, Luise und ich), während Waldemar das letzte mal mit seiner Familie auf dem Trimaran unterwegs sein wird. Danach soll die Agapi verkauft werden. Alles hat seine Zeit!

Jetzt ist es Dienstagmorgen und ich sitze in unserer Hafentaverne und schreibe diesen Bericht. Der Wirt ist schon da und hat mir gleich einen Cappuccino gebracht 🙂 Waldemar holt heute seinen Philip in Igoumenitsa ab. Ich fahre mit und er läßt mich in Preveza am Flughafen raus. Dort habe ich einen Mietwaren reserviert, mit dem ich nach Paleiros zu Silvia fahre. Sie hat ein Appartment für mich. Ich habe vor, noch 4 gemütliche Badetage dort zu verbringen und am kommenden Samstag von Preveza aus wieder Heim zu fliegen.

Nachher gehe ich zum letzten mal von Bord der Agapi 🙁 Bis dahin werde ich es mir gemütlich gut gehen lassen.

Ich melde mich die Tage nochmals hier aus Griechenland und so langsam habe ich auch schon Vorfreude auf zu Hause.

Bis dann, Grüße an alle

Lothar

24. Mai 2026 – Auf Kastos ist der Teufel los

Gut ausgeschlafen bin ich heute um 6:15 Uhr zu Vasilis Café marschiert und habe mir dort gleich meinen griechischen Kaffee abgeholt 🙂 Waldemar kam später nach.

Es herrschte Flaute und wir wollten mal abwarten, ob noch ausreichend Wind zum Segeln aufkommt. Solange haben wir uns bei Vasili „herumgetrieben“ und dort gegen Nachmittag unsere bekannten Segler Ralph und Karin mit dem Trimaran getroffen. Als dann noch Sven und Anja mit ihrem kleinen Emil dazukamen, haben wir gemeinsam sämtliche Themen der Innenpolitik besprochen 🙂

Ich, Waldemar, Anja, Emil, Ralph und Karin

Leider sind anschließend dunkle Wolken aufgezogen. Ziemlich schnell am Nachmittag wurden wir von wüsten Böen heimgesucht. Waldemar und ich hatten für die Agapi ja glücklicherweise einen guten Anlegeplatz, haben aber sicherheitshalber noch eine zusätzliche Springleine gelegt und die Festmacherleinen etwas strammer gezogen.

Sven und Anja hatten da weniger Glück. Anja war gerade alleine auf der Yacht, als der Sturm losging. Die Yacht lag außerhalb der Marina vor Anker. Der wurde aber ausgebrochen und das Boot trieb ab in Richtung innerhalb der Marina. Anja hat den Motor gestartet und gegengehalten. So konnte sie Schlimmeres verhindern. Ihr Sven und Emil bekamen solange von Waldemar und mir Asyl.

Die Yacht links im Bild ist die von Sven, Anja und Emil, hier bereits in den Hafen hineingetrieben.
Sven schaut besorgt nach Anja und seiner Yacht

Während Anja gegen den Sturm kämpft, können Sven und Emil es sich ja gut gehen lassen 🙂

Glücklicherweise war der Sturm nach gut einer halben Stunde durch und es ist nichts passiert.

Heute Abend haben wir bei Vasili eine Pizza gegessen (Pizza mit alles 🙂 )

Waldemar ist noch zu Alex in die Bar unterwegs während ich auf der Agapi am Computer hänge und den Tagesbericht schreibe. Nachher noch etwas Lesen und dann rechtzeitig in die „Falle“. Uns beiden fehlt der Mittagsschlaf 🙂

Für morgen haben wir noch keine Pläne. Mal sehen, wie das Wetter wird. Eventuell segeln wir noch nach Kalamos oder vielleicht auch schon zurück nach Mitikas. Ich habe nur noch morgen den Tag auf der Agapi. Übermorgen geht es schon von Bord.

Ich melde mich wieder.

Bis dahin liebe Grüße

Lothar

23. Mai 2026 – Meganisi – Kastos

Am Freitagabend, nach Stifado und Joghurt, hat uns der Regen noch ordentlich erwischt.

Am Samstagmorgen war aber alles wieder vorbei und wir sind mit Aussicht auf schönes Wetter aufgewacht (ich um 6 Uhr, Waldemar um 8:30 Uhr 🙂 ).

Die letzten Wolken nach einer verregneten Nacht auf Meganisi.
Meganisi bei Sonnenaufgang

Gegen 10:30 Uhr, nach Kaffee und Müslifrühstück, haben wir uns entschlossen, abzulegen und zunächst in Richtung Kalamos und Kastos zu segeln.

Im Hintergrund: Meganisi

Zunächst war noch kein Wind in Sicht und wir sind gemütlich unter Motor in südöstlicher Richtung unterwegs. Der Skipper Waldemar kann sich gemütlich zurücklehnen. Auf seinen Steuermann ist verlass 🙂

Im Hintergrund kommt schon Kalamos in Sicht. Nachdem der Wind leicht aufgefrischt hat, wurden sofort die Segel gesetzt.

Links Kalamos, rechts Kastos. In der Hoffnung auf schönen Wind haben wir uns entschlossen, zwischen den Inseln in östlicher Richtung durchzusegeln.

Die Marina von Kalamos haben wir links liegen gelassen …

… und die Südostspitze von Kastos angepeilt.

Durchfahrt zwischen der Südostspitze von Kastos und einer vorgelagerten Insel.
Blick zurück: Linkerhand die Südostspitze von Kastos mit der vorgelagerten Insel, dahinter Kalamos
Beeindruckende Felsformationen entlang der Insel Kastos.

Wenn wir auch immer wieder einmal den Motor zu Hilfe nehmen mussten, waren wir doch eine schöne Strecke unter Segeln unterwegs. Insgesamt haben wir heute knapp 15 Seemeilen (24,89 km) zurückgelegt und waren gut 3 Stunden unterwegs. Im Schnitt waren wir knapp 4,5 Knoten (8,18 km/h) schnell.

Ihr könnt es euch ja schon denken: Natürlich haben wir wieder auf Kastos angelegt 🙂 Hier ist es einfach schön und ich bekomme schon morgens vor 6 Uhr meinen Kaffee 🙂 Unser Anlegemanöver an gewohntem Platz war wieder einmal mustergültig 🙂

Den Nachmittag haben wir mit Dösen und Lesen verbracht. Abendessen war in der Taverne Windmill gemeinsam mit Ralph und Karin, die auch einen Trimaran Corsair 28 segeln wie wir und mit Sven, den wir mit seiner Frau Anja und ihrem kleinen Nachwuchs (jetzt 2 Jahre alt) im letzten Jahr hier auf Kastos kennengelernt haben. Anja musste wegen dem Kleinen auf dem Boot bleiben 🙁 Die beiden waren fast das ganze letzte Jahr auf ihrem Segler unterwegs. Wir hatten eine nette und kurzweilige Runde 🙂 und leckeres Essen.

Am Abend konnten wir auf dem Laptop das DFB-Pokalendspiel der Bayern gegen den VfB Stuttgart verfolgen. Das war heute das schlechteste, was uns passiert ist 🙁 🙂 0:3 verloren 🙁

In der Nacht hat es noch ein wenig geregnet. Wir sind aber optimistisch, was das Wetter betrifft. Auf alle Fälle ist es schon deutlich wärmer als in der letzten Woche 🙂

Jetzt am Sonntagmorgen sitze ich wieder als erster Gast in unserem Lieblingscafé, schreibe diesen Bericht und habe einen guten griechischen Kaffee vor mir stehen 🙂 So ist es bestens auszuhalten.

Waldemar schläft noch. Für heute haben wir noch keine konkreten Pläne. Mal sehen, was das Wetter bringt.

Liebe Grüße aus Griechenland und bis demnächst wieder

Lothar

22. Mai 2026 – von Mitikas nach Meganisi

Gestern Abend haben wir wieder in unserem Lieblingslokal in Mitikas am Leuchtturm gegessen. Direkt am Wasser zu sitzen hat schon einen besonderen Flair.

Ich zeige euch noch das Pendant zur Königstraße in Stuttgart: „Königstraße“ in Mitikas:

Gestern Abend war noch ein besonderes Licht über dem Ionischen Meer:

Und ein Regenbogen wurde uns auch noch präsentiert:

Regen haben wir nur ein paar einzelne Tropfen abbekommen.

Heute früh haben wir uns Zeit gelassen. Waldemar hat uns wieder sein legendäres Müslifrühstück gemacht. Diesmal mit Apfel, Aprikose und Banane. So sind wir sicher vor Scorbut 🙂 🙂 Ab Mitikas gestartet sind wir erst so um 11 Uhr in Richtung Meganisi.

Es sieht nur so aus, als käme Waldemar mit den Leinen nicht ganz klar 🙂

Schon kurz nach der Ausfahrt aus der Marina konnten wir bei angenehmem Wind die Segel setzen und in westlicher Richtung kreuzen.

Leider mussten wir um die Mittagszeit die Segel reffen, weil der Wind völlig eingeschlafen war. „Mittagspause“ 🙂

Erst als wir schon recht nah an Meganisi waren, hat der Wind „seine Arbeit“ wieder aufgenommen. Für das letzte Stück Strecke noch die Segel setzen hat sich kaum gelohnt, 🙁 deshalb haben wir es auch einfach gelassen.

Einfahrt in die Bucht von Meganisi:

Unser Anlegemanöver war wieder einmal „allererste Sahne“. Ein Gast in der Taverne Niagas hat uns anerkennend gelobt 🙂

Nach Kastos ist das hier einer der besonders schönen Plätze in der näheren und weiteren Umgebung.

Es war heute ein schöner Törn.

Wir waren insgesamt zwar nur 9,4 Seemeilen (17,4 km) unterwegs, haben die 2 1/2 Stunden auf dem Meer aber sehr genossen. Schade, dass die Flaute heute schon so früh kam.

Heute Abend haben wir in der Taverne Niagas sensationell gegessen. Es gab als Hauptspeise Stifado …

… und als Nachspeise haben wir uns noch einen griechischen Joghurt mit Honig gegönnt.

Das war richtig lecker !

Also wie ihr sehen könnt, geht es uns richtig gut.

Derzeit ziehen ziemlich dunkle Wolken über Meganisi 🙁 Etwas Regen haben wir hier auch schon gehabt. Wahrscheinlich kommt heute Nacht noch weiterer Regen durch und für morgen Mittag sind Gewitter angekündigt. Falls wir nicht rausfahren können, wettern wir hier ab. Es gibt schlimmeres 🙂

Soweit mal für heute,
bis bald wieder,
liebe Grüße

Lothar

20./21. Mai 2026 – Faulenzen – Fussball – Mitikas

Gestern war ich schreibfaul. Es gab aber auch kaum etwas zu berichten. Wegen der angekündigten Wetterverhältnisse sind wir auf Kastos geblieben. Wir wollten uns keinen Stress mit Sturm und Windböen antun.

Morgens sah ja alles noch ganz friedlich aus. Ich war im Windmill zum Duschen und zum Kaffeetrinken. Tagsüber sind diverse starke Böen durch den Hafen gefegt. Außerhalb muss es heftig geblasen haben. Gut, dass wir hier auf Kastos geblieben sind.

Taverne Windmill auf Kastos

Tagsüber haben wir viel gelesen, gedöst und einen Mittagschlaf gemacht, da wir heute Abend ja für das Endspiel des SC Freiburg fit sein mussten 🙂

Zur Einstimmung auf das Fussballspiel:

Dem Wirt der Taverne Bellos war das Fussballspiel zu spät. Solange wollte er nicht waren. Er hat uns einfach seinen Schlüssel gegeben und uns in Ruhe das Spiel ansehen lassen.

Hier waren wir noch voller Optimismus 🙂 Leider hat der nicht lange gehalten. Freiburg hat 3:0 verloren 🙁 🙁

Niedergeschlagen haben wir die Taverne abgeschlossen und uns in unsere Kojen verzogen. Es war schon früher Morgen, so kurz nach 0 Uhr.

21. Mai 2026 – Kastos nach Mitikas

Wir haben beide länger geschlafen 🙂 Ich war erst um 7 Uhr bei Vasili zum Kaffee, Waldemar kam erst nach 9 Uhr aus der Koje gekrochen 🙂

Für heute standen die Zeichen deutlich auf Flaute 🙁 Wir haben uns entschlossen, nach Mitikas zurückzukehren, wo Waldemar morgen eine Arznei aus dem Kühlschrank unserer Hafentaverne benötigt. So gegen 11 Uhr sind wir unter Motor aus dem Hafen von Kastos ausgelaufen.

Es hat sich kein Windchen bewegt, so dass Segel setzen eher kontraproduktiv gewesen wäre 🙁

Sonnenschutz war angesagt:

Es ging vorbei an Kalamos.

Kalamos querab

Ein letzter Blick auf Kastos.

Entlang der Insel Kalamos mit den steilen Felsabhängen.

Schon ist Mitikas in Sicht.

Die Marina in Mitikas ist gut belegt. Wir haben aber noch eine kleine Ecke gefunden, in der wir natürlich wieder perfekt angelegt haben 🙂

Die gesamte Strecke mussten wir heute unter Motor zurücklegen. Die meiste Zeit konnten wir das Ruder einfach stehen lassen, was schon fast an autonomes Fahren herankam 🙂

Insgesamt sind wir knapp 7 Seemeilen (12,91 km) unterwegs gewesen. Wir waren im Schnitt 4,45 Knoten (8,24 km/h) bei geringer Motordrehzahl schnell und haben bis Mitikas nur 1 Stunde 34 Minuten benötigt.

Heute Nachmittag sind wieder Faulenzen, Lesen und Relaxen angesagt und heute Abend gemütlich Essen gehen 🙂 Zwischendurch noch etwas Einkaufen und unsere Vorräte auffüllen.

Für morgen haben wir einen Törn nach Meganissi auf dem Programm. Es ist eine der schönsten Buchten, die wir kennen. Mal sehen, wie es mit Wind und Wetter aussieht.

Bis dann liebe Grüße an alle, bleibt gesund und lasst es euch auch gut gehen.

Lothar

19. Mai 2026 – Das nächste Tief im Anmarsch

Gestern Abend haben wir uns für Kohlehydrate entschieden. Spaghetti Carbonara 🙂 Aus meiner Sicht eher Nudeln Carbonara, haben aber trotzdem lecker geschmeckt. Dazu als Vorspeise noch gebackener Käse, griechischer Salat und ein Tsatsiki.

Wegen des Winds aus nördlichen bis westlichen Richtungen war ziemlich Schwell in der Bucht von Vathi hier auf Ithaka! Es hat uns ordentlich durchgeschüttelt. Ich konnte trotzdem bis heute früh um 7 Uhr gut schlafen. Waldemar war dann um kurz nach 8 Uhr auch wach. Ein Café war leider nicht in der Nähe 🙁 Waldemar der Gute hat uns aber an Bord einen Kaffee gemacht, so dass es mir schlagartig wieder bestens ging 🙂 Danke Waldemar! Anschließend unser legendäres Müslifrühstück und wir waren wieder bester Dinge.

Nach Check verschiedener Wettervorhersagen, die uns ganz und gar nicht gepasst haben, entschieden wir uns dafür, für heute Abend und mindestens morgen einen sicheren Hafen anzusteuern. Das nächste Tief ist mit Sturmböen im Anzug 🙁

Ausfahrt aus der Bucht von Vathi / Ithaka

Also haben wir flugs die Leinen los gemacht und sind aus der Bucht motort. Dort haben uns schon wüste Böen erwischt. Wir haben trotzdem alles für das Segel setzen vorbereitet. Großsegel haben wir in gerefftem Zustand schon in der Bucht hochgezogen, das Vorsegel haben wir am Ausgang der Bucht gesetzt, wo schlagartig der Wind aufgehört hat 🙁

Mit Motorunterstützung war der Flautenbereich schnell durchquert und der Wind kam aus südlichen Richtungen! Kaum dass wir aus der Abschattung von Ithaka heraus waren, drehte der Wind schlagartig auf nördliche Richtung. So krass habe ich das auch noch nicht erlebt! Die Segel waren schnell umgelegt und wir nahmen zunehmend mehr Fahrt auf.

Bei der Windrichtung hat sich als Ziel Mitikas, Kalamos oder Kastos angeboten. Also segelten wir zunächst Richtung Atakos. Auf halbem Wege dorthin haben wir entschieden, nördlich der Insel vorbeizusegeln um nicht in die Windabschattung zu kommen. Windstärke war zunächst ca. 3-4 Bft, später auf 4-5 Bft zunehmend. Wir kamen damit sehr zügig voran 🙂

Atakos voraus.

Hinter Atakos ging es dann in südwestlicher Richtung weiter. Wir hatten uns wegen des anstehenden Sturms entschieden, am besten und sichersten wieder auf Kastos fest zu machen 🙂

Kastos direkt voraus.

Unser „Stammplatz“ auf Kastos war frei 🙂 Wir haben dort ein perfektes Anlegemanöver gefahren und butterweich an der Kaimauer angelegt 🙂

Nach dem Festmachen war unser erster Weg direkt zu Vasili, der uns prima Cappuccino serviert hat 🙂

Insgesamt waren wir heute 16,91 Seemeilen (31,32 km) unterwegs. Wir sind nach gut 3 Stunden auf Kastos angekommen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit war 5,45 Knoten (10,1 km/h), in der Spitze hatten wir 9,23 Knoten (17,1 km/h) erreicht.

Die gesamte Strecke haben wir „auf einer Kufe“, also ohne eine Wende zurückgelegt. Wir waren flott unterwegs, haben einige „Regatten“ gegen andere Segler gewonnen und hatten viel Freude an dem Törn 🙂

Zwischenzeitlich flüchten sich immer mehr Segler hierher nach Kastos, um das kommende Tief sicher abwettern zu können.

Auch außerhalb des Hafens wird mächtig vertäut und gesichert!

Über dem Festland braut sich schon etwas zusammen! Schön, dass wir wieder unseren sicheren Liegeplatz an der Kaimauer ergattern konnten!

Am Nachmittag war Siesta angesagt, lesen und dösen 🙂 Wir sind gespannt, wie sich das Wetter über Nacht und morgen entwickelt. Ich werde berichten.

Soweit für heute, bis demnächst liebe Grüße an alle

Lothar

18. Mai 2026 – Kastos – Vathi / Ithaka

Heute früh war ich schon um 6 Uhr wach und bin aus meiner Koje gekrochen 🙂 Ich wusste ja, dass Vasilis Vater schon im Café war und mir einen griechischen Kaffee zubereiten würde. Um kurz nach 6 kam auch die Fähre in Kastos an. Da war erst mal Zinober, weil ein österreichisch / deutscher Segler am Anleger der Fähre festgemacht hatte. Es wurde kräftig gehupt, bis die Besatzung halb schlafend aus den Kabinen kam und sich dann aber schleunigst verdrückt hat. So wollte ich einen Morgen beim Segeln wirklich nicht beginnen 🙂

Der blaue Kahn im Hintergrund ist die Fähre, nachdem sie endlich anlegen konnte !

Ich habe natürlich gleich meinen Kaffee bekommen und habe auf Waldemar – den Langschläfer 🙂 – gewartet. In der Zeit habe ich mein zweites Buch am Handy fertiggelesen. Jetzt habe ich mir noch eines geladen. „Sapiens, eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari. Hat mir Waldemar empfohlen und seine Empfehlungen waren bisher immer prima!

Nachdem Waldemar aus der Koje war und mit mir gemeinsam noch einen Cappuccino getrunken hatte, gab es erst mal wieder Frühstück. Müsli mit Banane – für Waldemar mit Apfel. Lecker!

Nach herzlichem Abschied von Vasili und dessen Eltern haben wir abgelegt und nach der Hafenausfahrt schnell schon gleich die Segel gesetzt. Der Wind war ideal und wir haben uns entschlossen, wahrscheinlich nach Ithaka zu segeln.

Wir haben gleich mal entlang der Insel Kastos eine Regatta gegen ein anderes Segelboot gefahren und den sicherlich sehr frustriert ruck zuck hinter uns gelassen 🙂

Rechterhand die Insel Atakos, auf der einige echte Wildschweine leben, die von den Seglern gefüttert werden 🙂

Auf Höhe der Insel Atakos sind wir kurzzeitig in eine Windabschattung gekommen und haben uns für ca. 5 Minuten Motorunterstützung gegönnt. Danach wurde der Wind wieder stärker und wir konnten bei Windstärke 4, teilweise 5, direkt Kurs auf Ithaka nehmen.

Wir sind mit gerefftem Großsegel super vorangekommen und waren schon gegen 13 Uhr vor der Einfahrt in die Bucht von Vathi auf Ithaka.

Die Segel waren schnell gerefft und wir sind unter Motor in die Bucht eingelaufen. Bis zu unserem Anlageplatz dauert es dort unter Motor immer noch fast 30 Minuten.

Hinten im Bild ist die enge Einfahrt in die Bucht von Vathi zu sehen.

Unser Anlegemanöver hat bei böigem Wind ganz gut geklappt.


Dafür, dass wir bei Atakos doch einige Zeit kaum mehr Fahrt gemacht haben, sind wir mit einem Schnitt von 4,75 Knoten (8,8 km/h) ganz gut vorwärts gekommen. In der Spitze waren es heute 7,77 Knoten (14,4 km/h). Insgesamt haben wir die 16,4 Seemeilen (30,42 km) in 3 Stunden, 27 Minuten, ganz flott bewältigt und es hat riesig Spaß gemacht !!!

Screenshot

Ich war zwischenzeitlich schon zu Fuß in Vathi um Milchnachschub für unsere Müslis zu holen und Kaffee zu trinken. Direkt bei unserer Anlegestelle ist eine nette Taverne, in der wir heute gemütlich zu Abend essen werden.

Wir haben tolles Wetter. Das letzte Tief schleppt aber schon noch ein paar wilde Böen nach. Etwas wärmer könnte es sein, damit sich das Mittelmeer zügig aufheizt. Ich möchte ja auch noch baden 🙂

Soweit mal alles für heute. Ich melde mich wieder.

Ganz herzliche Grüße von Ithaka nach Hause, bleibt gesund

Lothar

17. Mai 2026 – Hinter dem Tiefdruck

Wie üblich war ich wieder um kurz nach 6 Uhr wach und ausgeschlafen. Waldemars Zeit ist zwischen 8 und 8:30 Uhr. Mein erster Weg führte natürlich direkt zu Vasilis Vater, der mir unaufgefordert sofort einen doppelten griechischen Kaffee servierte und sich gefreut hat, dass er nicht mehr alleine ist 🙂

Die nächsten Gäste kamen so gegen 7 Uhr. Vasilis Vater angelt nebenbei im Hafenbecken mit einer Angelschnur. Fast bin ich erschrocken, als auf einmal alle aufsprangen und zur Kaimauer rannten. Gemeinsam haben sie dort ein „Mittagessen“ in Form eines Fisches rausgezogen 🙂

Vasilis Vater stolz mit der „Beute“
Reicht locker für 2 Personen 🙂

Heute früh hat es in Böen immer noch kräftig geblasen. Nach unserem legendären Müslifrühstück …

… und dem Geschirr spülen haben wir die Wettervorhersagen verschiedener Anbieter gecheckt. Für heute sind dort 5 bis zu 6 Windstärken „im Angebot“. Da wir jeglichen Stress vermeiden wollen, haben wir uns entschlossen, noch einen Tag hier auf Kastos zu verlängern und die letzten Ausläufer des durchgezogenen Tiefs noch abziehen zu lassen.

Bei der Gelegenheit kann ich euch Kastos mal noch etwas näher vorstellen.

Es gibt hier einige nette kleine Häuschen und viele blühende Sträucher.

Die orthodoxe Kirche ist für die Einwohnerzahl und die Inselgröße recht üppig ausgelegt. Im letzten Winter waren gerade noch 10 Insulaner hier. Die Einheimischen erklären uns, dass es immer weniger werden und im nächsten Winter nur noch 7 Einwohner hier bleiben werden.

Ca. 300 Meter von der Marina entfernt, über eine kleine Anhöhe hinweg, gelangt man zu meiner Lieblingsbadebucht.

Ankern ist hier eigentlich nicht erlaubt. Das Wasser ist glasklar und ziemlich weit flach, so dass es hier immer etwas höher temperiert ist.

Heute Abend waren wir im Il Porto, bekannt für seine leckeren Tunfischgerichte.

Als Vorspeise haben wir einen Tomatensalat und Tsatsiki gewählt.

Als Hauptspeise gab´s leckeres Tunfischschaschlik.

Zum Tagesausklang waren wir nochmals bei Vasili. Er hat uns so einiges über Gebräuche in Griechenland erzählt. Unter anderem auch, wie der TÜV hier funktioniert. Wir haben herzhaft viel gelacht 🙂 🙂

Leider wurde es gegen Abend hier im Wind „saukalt“. Es soll aber zunehmend wärmer werden. Hoffen wir es. Dann können wir es auch wieder im T-Shirt aushalten 🙂

Heute Abend werden wir noch gemütlich auf der Agapi lesen, uns gut zudecken und rechtzeitig einschlafen, damit wir morgen bei hoffentlich gutem Segelwetter fit sind und rechtzeitig loskommen.

Bis demnächst wieder, liebe Grüße an alle

Lothar

16. Mai 2026 – Abwettern auf Kastos

Für Heute habe ich nicht allzu viel zu berichten. Wie erwartet, war Abwettern angesagt. Schon heute früh sah es wettermäßig nicht allzu rosig aus.

Gegen Mittag legte dann auch noch der Wind zu und wir hatten ordentlich Schwell im Hafenbecken, so dass es uns ganz gehörig durchgeschaukelt hat. Nicht genug, dass die Temperaturen eher an den Winter als den Sommer erinnert haben, hat es auch noch angefangen zu regnen.

Für ca. gut 3 Stunden war der Regen recht ergiebig.

Zwischen 4 und 5 Uhr Nachmittags lies sich dann aber die Sonne wieder blicken. Das Regengebiet war durchgezogen und hinterließ vor allem noch kühle Luft. In der Sonne war es aber schon wieder recht angenehm. Wir waren froh, dass die Vorhersage mit bis zu 34 kn Windstärke nicht eingetreten ist.

Ich habe tagsüber viel gelesen. Meinen 500 Seiten Krimi, den ich auf der Fähre angefangen habe, habe ich schon fertig gelesen. Der sollte eigentlich für den gesamten Urlaub reichen ! Jetzt habe ich mir noch einen Krimi auf Handy geladen. So kommt keine Langeweile auf. Auch der ist sehr spannend.

Nachdem uns Vasili aus unserem Lieblingscafé am frühen Nachmittag mit Pizzaschnitten abgefüttert hat, hatten wir heute Abend nur ein leichtes Menü bei Bellos bestellt.

Es gab Saganaki, Griechischer Salat und Tsatsiki mit frischem Brot. Hat sehr gut geschmeckt und wir sind ausreichend satt geworden.

Hier ist es jetzt 9:30 Uhr abends und ich liege gemütlich in meiner Koje und schreibe diesen Bericht.

Für morgen haben wir noch keine konkreten Pläne. Wir schauen mal, wie das Wetter wird und dann entscheiden wir ad hoc 🙂 Vasili hat schon Bescheid gegeben, dass ich morgen früh ab 5:30 Uhr Kaffee von seinem Vater bekomme, wenn ich möchte. Der ist auch ein Frühaufsteher 🙂 Heute früh war ich „erst“ um 06:15 Uhr bei ihm und habe mit ihm gemeinsam einen leckeren griechischen Kaffee getrunken. Das ist morgens für mich fast schon „überlebenswichtig“ 🙂 🙂

Euch allen noch einen schönen Abend, schönes Wochenende und lasst es euch auch so gut gehen, wie wir das tun.

Bis bald wieder

Lothar