16.-17. Mai 2025 – Regen, Segeln und hoch hinauf

Freitag, 16. Mai:

Es regnet fast den ganzen Tag. Heute ist „segelfrei“ 🙂 Das hat sich gestern schon bei den Wetterprognosen abgezeichnet und leider bewahrheitet.

Tagesprogramm:

Nach dem Aufstehen einen Spaziergang und auf unsere Gastwirte gewartet.

Danach Frühstück direkt neben der Anlegestelle. Spiegelei mit Speck, Tomate, Paprika und Brot. Anschließend bis zum Abendessen faulenzen und viel lesen. Mein erstes Buch habe ich schon fertig 🙂 Habe aber noch zwei dabei 🙂

Zum Abendessen lassen wir es uns richtig gut gehen. Typisch griechisches Essen mit lauter verschiedenen kleinen Speisen. Da waren: Saganaki, griechischer Salat, Tsatsiki, marinierte Gavros, Zucchiniballs 🙂

Wir sind früh in den Kojen gewesen, haben noch etwas gelesen und sind bald eingeschlafen.

So waren wir für den nächsten Tag topfit ! Das war auch nötig 🙂

Samstag, 17. Mai:

Wieder rechtzeitig aufgewacht und einen längeren Spaziergang unternommen. Meganisi ist eine sehr schöne kleine Insel, unsere Ankerbucht ist mit eine der schönsten im Ionischen Meer.

Heute hat Waldemar sein legendäres Müsli für uns beide zubereitet. Mit Joghurt, Apfelschnitzen und Aprikosenschnitzen. Lecker ! 🙂

Wir hatten vor, heute in südlicher Richtung zu segeln, ohne vorher festzulegen, wo wir am frühen Abend anlegen wollen.

Also haben wir die Agapi seeklar gemacht und ab ging es unter Motor aus der Bucht von Meganisi hinaus und dann hieß es Segel setzen in südlicher Richtung. Wir kamen zunächst ganz gut vorwärts aber uns verfolgten zunehmend dunkle Wolken. In der Ferne über Lefkada war schon Regen zu sehen. Es sollte auch nicht lange gut gehen, als uns auf Höhe Mytikas der Wind etwas im Stich ließ 🙁  Eine Tiefdruckfront kam zudem immer Näher, so dass wir uns entschlossen haben, zunächst Kurs in Richtung Mytikas zu setzen und dort unseren Verklicker (Windanzeiger an der Spitze des Mastes) zu reparieren. Beim Aufbau hatten wir nicht bemerkt, dass der ganz nach unten verbogen war und so nichts mehr anzeigen konnte.

Tschüß Meganisi
Richtung Mytikas geht’s nach Backbord
Screenshot

Den Mast umzulegen um den Verklicker zu reparieren war mir aber so lästig, dass ich vorgeschlagen habe, selbst mit Hilfe von Takis`s Kran die Reparatur vorzunehmen. Unseren Bootsmannsitz, mit dem man jemanden zur Mastspitze hochwinschen kann, hatten wir nicht verfügbar. Deshalb haben wir aus Gurten etwas ähnliches konstruiert und Takis hat mich mit dem Kran zur Mastspitze befördert. Der Verklicker war schnell nach oben gebogen, so dass ich – nach ein paar Fotos – schnell wieder unten war 🙂

Ausblick von der Mastspitze 🙂
Gut, dass es mir da nicht schwindelig wird !
Da hat man einen guten Rundumblick 🙂

Es war noch früh am Nachmittag, die Tiefdruckfront war durch, Wind war auch wieder ganz günstig so dass wir uns entschlossen haben, noch nach Kastos zu segeln.

Wir konnten tatsächlich die gesamte Strecke in gut 3,5 Stunden unter Segeln zurücklegen und haben in der Marina auf Kastos wieder einmal einen tollen Anlegeplatz ergattert. Das Anlegemanöver war natürlich wieder „butterweich“ und einwandfrei 🙂

Screenshot

Auf Kastos werden wir zwischenzeitlich von allen Seiten per Handschlag und herzlich begrüßt 🙂 Man kennt sich zwischenzeitlich schon sehr gut 🙂

Gegen Abend haben wir wieder sehr lecker gegessen und anschließend noch einen Abstecher zu Alex’s Bar gemacht. Ein Gläschen Wein und einen von Alex spendierten „Fireball“ (Whiskilikör) haben wir sehr genossen und sind anschließend müde in die Kojen gestiegen und schnell eingeschlafen.

Heute Morgen auf Kastos

Für heute ist schönes Wetter angesagt und wir werden sicher wieder einen tollen Segeltörn haben.

Euch allen auch einen schönen Tag,

liebe Grüße aus Kastos / Griechenland

Lothar

14.-15. Mai 2025 – „Anbaden“ und „Ansegeln“

Mittwoch:

Wo waren wir stehen geblieben? Ja, die „Agapi“ hatten wir gestern am frühen Nachmittag fast segelfertig. Das Bimini haben wir dann doch noch recht flux montiert und aufgestellt. Anschließend war Siesta 🙂

Das habe ich aber nicht lange durchgehalten. Die Sonne schien und es war recht warm, so dass ich mich entschlossen habe, an den Strand zu schlendern und mal nach der Wassertemperatur zu schauen. Die Badesachen habe ich sicherheitshalber gleich mitgenommen.

!Die ersten Schritte ins Wasser waren zwar noch recht kühl, einmal drin war es aber gut auszuhalten. Ich schätze mal die Wassertemperatur auf ca. 18-21 Grad. Da hab ich doch gleich mal meinen Fahrtenschwimmer gemacht und bin erst nach gut einer halben Stunde aus der „großen Badewanne“ wieder an den Strand hinaus. Es war herrlich! Die Stranddusche war von dem im Schlauch aufgewärmten Wasser angenehm warm und ich habe geduscht, bis kalt kam 🙂  Also das Anschwimmen habe ich für dieses Jahr schon mal erledigt.

Gegen Abend waren wir noch in unserem Lieblingslokal in Mytikas. Wir hatten unseren Tisch direkt am Strand und es gab Fisch, Scampis, griechischen Salat und natürlich Tsatsiki.

Danach noch an unserer Bar an der Marina je ein Gläschen Wein und so hatten wir schon früh die nötige Bettschwere. Die Stechmücken hatten wir schon am Nachmittag ausgeräuchert, so dass wir nachts Ruhe vor den Plagegeistern hatten und bis heute früh durchschlafen konnten.

Donnerstag:

Ich war heute früh schon um 6:30 Uhr wach und gleich topfit 🙂 Zum Glück hat unsere Frühstückstaverne recht bald geöffnet und ich konnte schon mal die ersten beiden Kaffee zu mir nehmen. Der Wirt hat mir einen Kuchen von seiner Mutter dazu spendiert 🙂

Danach war ich noch eine Stunde spazieren (Waldemar war noch nicht wach geworden) und habe diesen „Hühnergott“ entdeckt.

Monika hätte gerne, dass ich den mit nach Hause bringe, aber das wird wohl nichts 🙂

Nach einem weiteren Kaffee gemeinsam mit Waldemar haben wir die Agapi seeklar gemacht und sind um 9:30 Uhr zum „Ansegeln“ aus der Marina ausgelaufen.

Wir haben Kurs West eingeschlagen und schon nach wenigen Minuten die Segel gesetzt. Die ersten 2-3 Seemeilen ging es noch sachte voran bis wir aus der Abschattung von Kalamos heraus waren.
Dann setzte der Wind aus südlicheren Richtungen ein und wir konnten so ordentlich beschleunigt in Richtung Meganisi segeln. Eine weit vor uns liegende Segelyacht haben wir noch locker einge- und überholt. Der dortige Skipper konnte nur ungläubig zuschauen, wie wir an ihm vorbeigezogen sind 🙂 🙂  Unsere Spitzengeschwindigkeit wurde mit 9,12 Knoten gemessen. Das sind fast 17 km/h. Für den Anfang schon mal sehr verheißungsvoll 🙂

Screenshot

Viel zu schnell hatten wir auf fast direktem Kurs Meganisi erreicht. Wir haben für die knapp 7,5 Seemeilen gerade mal insgesamt 1,5 Stunden gebraucht. Für den Anfang sind wir aber sehr zufrieden und es passt ganz gut, dass wir heute frühzeitig einen guten und sicheren Anlageplatz haben. Das Wetter könnte stürmisch werden.

Hier in Meganisi liegen wir gut und sicher vertäut.

Hier in Meganisi sind wir gut und sicher aufgehoben und können morgen locker abwettern (angesagt ist stürmisches Wetter mit Gewitter und Regen). Zudem sind wir hier sehr gut versorgt (Essen, Trinken, überdachte trockene Terrasse).

Wir wurden von den Wirtsleuten herzlichst in Empfang genommen (man kennt sich schon 🙂 ) und haben uns gleich mal einen griechischen Salat, ein alkoholfreies Bier und einen Eistee gegönnt.

Jetzt ist Waldemar wieder bei Siesta und ich schreibe auf der Terrasse bei leckerem Kaffee diesen Bericht.

Das soll es aber für heute mal gewesen sein.
Lasst es euch auch gut gehen und bis demnächst

liebe Grüße

Lothar

12.-14. Mai 2025 – Ancona nach Mytikas

Mit gut einer Stunde Verspätung sind wir mit der „Superfast“-Fähre in Ancona abgelegt. Wir sind jetzt sozusagen auf dem „Endanflug“ nach Griechenland und sagen tschüß Ancona und Italien.

Unsere Außenkabine liegt im vorderen Teil der Fähre und ist doch recht gemütlich und angenehm.

Die Nacht schlafen wir durch und holen auch am Morgen noch versäumten Schlaf von der vorhergehenden Nacht nach 🙂

Schon so um ca. 13 Uhr kommt Korfu in Sicht.

Wider Erwarten legen wir tatsächlich pünktlich um 15:30 Uhr in Igoumenitsa / Griechenland an.

Von hier aus sind es noch ca. 120 km über Preveza nach Mytikas.

Unterwegs begehrt noch eine Griechische Landschildkröte Vorfahrt beim Überqueren der Straße. Wir waren schon an ihr vorbeigefahren, sind aber schnell umgedreht und haben ihr über die Straße geholfen, damit ihr nichts passiert 🙂 Schon eine gute Tat heute 🙂

Bei unserer Ankunft in Mytikas sind wir schon gleich als erstes Waldemars Trimaran begegnet. Takis hat dafür gesorgt, dass er gleich in die Marina gebracht wird. Ein toller Service!

Um das ganze noch perfekt abzurunden, hat Takis auch gleich noch seinen Kran angeworfen und uns, nachdem wir den Mast gestellt hatten, die „Agapi“ ins Wasser gesetzt.

Der Motor ist sofort angelaufen und so konnten wir mit angelegten Auslegern vorsichtig in die Marina an einen freien Liegeplatz anlegen.

Wir haben dann beide an dem ersten Ausleger gewuchtet und den schon mal nicht ausgeklappt bekommen 🙁  Takis wollte schon zu Hilfe eilen, als ich einen Splint bemerkte, den wir noch nicht herausgenommen hatten und der den Ausleger gegen Ausklappen sichert 🙁  Sowas passiert halt mal 🙂 Nach Entfernen des Splints ging’s auch gleich ganz einfach 🙂

Jetzt war aber Zeit für Abendessen und Koje richten ! Wir sind also in die Stadt spaziert und haben in einer unserer Lieblingstavernen lecker Fleisch, Pommes, griechischen Salat und Tsatsiki bekommen. Mit Getränken für 2 Personen insgesamt 28,- Euro. Das war mir beim Bezahlen schon fast peinlich. Mytikas ist halt kein Touristenort, da gelten noch „normale“ Preise.

Zurück bei der „Agapi“ hat es nur noch gereicht, die Matratzen und Betten herzurichten und gegen 23:30 Uhr lagen wir flach.

Heute, Mittwoch, 14. Mai, sind wir so gegen 07:00 Uhr aufgewacht und haben uns erst mal Kaffee und Schoko-Croissants in unserer Hafenkneipe gegönnt. Der Wirt hat uns überherzlich empfangen. So langsam kennt man sich hier ja 🙂

Danach gab es ein ausgedehntes Tagespensum:

Lebensmittel und sonstigen Reisebedarf aus dem VW-Bus auf die Yacht verladen und verräumt, danach Leinen und Schoten sortiert, eingefädelt und für den ersten Törn vorbereitet.

Zwischendurch Siesta. Es hat 24 Grad und die Sonne heizt mächtig auf die Haut.

Anschließend ab zum Tanken und zum Gelände von Takis, um dort noch überflüssigen Ballast aus dem Boot zu deponieren.

In Mytikas noch eine Flasche gefrorenes Wasser für den Kühlschrank geholt, etwas Obst, Yoghurt für Müsli und noch ein paar Kleinigkeiten.

Da wir die Fockschot nicht finden konnten, haben wir noch schnell 20 Meter Leine für eine neue Fockschot gekauft. Hat 18,- Euro gekostet. Preis bei uns zu Hause: Mindestens 60 – 70 Euro ! 

Danach alles ruck zuck auf die Agapi verladen, montiert und verstaut. 

Jetzt sind wir fast komplett fertig und segelbereit. Nachher nur noch unser Bimini (Sonnenschirm) montiert und alles ist erledigt.

Soweit mal alles in Kürze. Auslaufen werden wir wohl erst morgen, sofern nicht die erwartete Tiefdruckfront zu schnell hierher kommt 🙁

Liebe Grüße aus dem noch sonnigen Ionischen Meer

Lothar

Montag, 12.5.2025 – Fahrt nach Ancona und auf die Fähre

Wir sind gut durch die Nacht gekommen. Die Straßen waren völlig leergefegt 🙂

Durch die Schweiz lief es klasse und ca. 6 km vor der italienischen Grenze haben wir uns um 4:30 Uhr entschlossen, eine „Mütze Schlaf“ zu nehmen. Waldemar hat sich unten gut eingerichtet und ich habe mich auf das Dachzelt verzogen. Knappe 3 Stunden Schlaf haben uns gut getan. Um 7:30 Uhr ging es dann weiter bis zur ersten Raststätte in Italien, wo endlich der ersehnte Morgenkaffee verfügbar war. Ein Croissant für jeden gab es auch noch.

Da unsere Fähre nach Griechenland erst um 17 Uhr starten sollte, haben wir noch einige kurze Pausen eingelegt. So konnte ich meinen Koffeinspiegel immer auf gutem Niveau halten 🙂 Um 8:30 Uhr waren wir an Mailand vorbei und um 13:53 Uhr haben wir den Fährhafen in Ancona erreicht.

Jetzt freuen wir uns schon auf eine hoffentlich gemütliche Überfahrt und auf ausreichend Schlaf heute Nacht in unserer Außenkabine.

Bis demnächst

Lothar

Sonntag, 11.5.2025 – Abenteuer Zugreise

Um 19:16 Uhr sollte mein Bus mich von Aichwald nach Esslingen zum Bahnhof bringen. Der Bus war auch tatsächlich pünktlich zur Stelle!

Kaum losgefahren, erreichte mich schon die erste Hiobsbotschaft von der Deutsche Bahn auf dem Handy: S-Bahn ab Esslingen verspätet. Damit wäre meine Umsteigezeit in Stuttgart von 30 Minuten auf noch 12 Minuten geschrumpft. Wer den Stuttgarter Bahnhof kennt, weiß, dass das nur von einem guten Sprinter in leichter Sportkleidung zu schaffen wäre. Für mich mit Seesack und Rucksack ganz sicher nicht 🙁

Also schnell nachgeschaut, ob es nicht eine Alternative gibt, die mir eine teure Taxifahrt erspart. Tatsächlich könnte ich in Oberesslingen noch die vorherige S-Bahn erreichen, weil die dort mit 4 Minuten Verspätung angemeldet ist. Ich also in Bahnhofsnähe Oberesslingen schnell aus dem Bus raus und zum Bahnhof gehetzt. S-Bahn tatsächlich noch erreicht! Umsteigezeit in Stuttgart somit von 30 Minuten auf 45 Minuten erhöht 🙂 Aber schon das erste mal außer Puste und kräftig durchgeschwitzt. Das war aber ein guter Trick 🙂

In Stuttgart habe ich mich dann mit schwerem Gepäck und diversen kurzen Verschnaufpausen von der S-Bahn zu den Fernzügen gequält. Es hat dann dort auch gut auf meinen Zug nach Karlsruhe gereicht. Der ist sogar „pünktlich“ (3 Minuten verspätet) losgefahren. Umsteigezeit in Karlsruhe: 10 Minuten. Wenn sich der ICE nicht weiter verspätet, könnte es gerade so reichen.

„Glücklicherweise“ habe ich auf dem Weg nach Karlsruhe eine weitere Nachricht von der Deutsche Bahn erhalten: Mein Anschlusszug nach Freiburg ist in Karlsruhe 25 Minuten verspätet. Umsteigezeit jetzt: 35 Minuten. Und das hat auch gut geklappt.

In Freiburg  bin ich zwar mit 35 Minuten Verspätung angekommen, aber ich habe mein erstes Ziel heute tatsächlich noch erreicht. Das ist bei der Bahn ja nunmal nicht selbstverständlich 🙁

Waldemar hat schon auf mich gewartet und wir sind voller Vorfreude mit seinem VW-Bus in die Nacht gestartet.

Liebe Grüße an alle

Lothar

Segeln: ab nach Griechenland

Sonntag, 10. Mai 2025

Heute geht es los! Gestern habe ich noch meine Moni und unseren Stefan zum Flughafen gefahren. Die beiden sind schon in Griechenland. Auf der Insel Kos. Da wünsche ich ihnen eine schöne Woche und gutes Wetter. Kommt wieder gut heim.

Für mich geht es heute Abend mit Bus, S-Bahn und Zug nach Freiburg zu Waldemar. Bin schon sehr gespannt, ob das mit meinen Bahnverbindungen ausnahmsweise einmal klappt 🙁

Waldemar holt mich am Bahnhof in Freiburg ab und wir starten direkt in Richtung Ancona / Italien. Dort wollen wir morgen spätnachmittags auf die Fähre nach Igoumenitsa / Griechenland, wo wir am Dienstag spätnachmittags ankommen werden, wenn alles klappt. Von dort geht es weiter nach Mitikas, wo wir den Trimaran von Waldemar – der dort lagert – zu Wasser bringen.

Wir hoffen auf tolles Segelwetter und schöne Tage. Ich bin dort knapp zwei Wochen und berichte hier über unsere Törns und Erlebnisse. Würde mich freuen, wenn ihr alle ab und zu mal reinschaut. Aktualisierungen gebe ich über mein Profil auf WhatsApp bekannt.

Liebe Grüße

Lothar

4.10.2024 – Hafentag in Gouvia / Korfu

Heute morgen gegen 8:30 Uhr sind wir aufgewacht. Wir hatten noch keinen Plan für den Tag und wollten mal die Wetterentwicklung abwarten. Zu der Zeit war es sehr ruhig in der Marina und die angekündigten Sturmböen konnten wir uns kaum vorstellen.

Guten Morgen !

Es hat aber nicht lange gedauert, bis der Wind aufgefrischt hat und die ersten Sturmböen durch die Marina gesaust sind. Also sind wir einer nach dem anderen erstmal gemütlich zum Duschen und zur Morgentoilette in die sehr sauberen Sanitärräume gezogen. Es hat schon einige Zeit gedauert, bis wir dann schön gemütlich und ausgiebig auf der „Eleven“ gefrühstückt haben.

Zwischenzeitlich hat der Wind weiter aufgefrischt und es wurde zunehmend stürmisch. Also sind Moni, Stefan und ich zum „Hafenkino“ an die Schiffstankstelle spaziert, um dort interessante An- und Ablegemanöver zu besichtigen 🙂 Der eine oder andere Skipper hat sich schon echt blöde angestellt, die meisten haben die Manöver aber doch recht souverän gemeistert, so dass es für uns wenig spektakuläres zu sehen gab 🙁

Am Nachmittag war „Resteverwertung“ angesagt. Luise hat uns einen superguten Nudelsalat vorbereitet und wir haben alle begeistert „zugeschlagen“ 🙂

Eigentlich wollten wir ja Abends noch schön zum Essen ausgehen, nach dem Nudelsalat waren wir aber alle so gestopft, dass wir das abgesagt haben 🙂 Stattdessen gabs zum Abendessen nochmals auf der Yacht ausgiebig Reste im Angebot, die wir wieder mal nicht alle geschafft haben.

Den Nachmittag haben wir mit Lesen, Karten spielen und Rumdösen verbracht, nachdem der Regen immer heftiger wurde. Heute Abend hat es geschüttet wie aus Kübeln 🙁 Das Wetter und der heute ausgefallene Segeltag können unsere gute Laune aber nicht verderben. Wir hatten ja auch sehr schöne Tage an denen wir seglerisch ganz gut auf unsere Kosten gekommen sind 🙂

Jetzt, während ich diesen Beitrag schreibe, regnet es immer wieder in Strömen. Das Regenwetter soll aber bald durch sein und in schätzungsweise 1 – 2 Stunden dürfte es aufhören.

Luise muss morgen schon früh zum Flughafen, wir anderen vier fliegen erst spät Abends nach Hause. Also morgen früh noch alles zusammenpacken, um spätestens 9 müssen wir vom Schiff. Wir werden wahrscheinlich nach Korfu Stadt fahren (Taxi), wo wir unser Gepäck unterstellen können und noch einen schönen Nachmittag dort verbringen. Abends gehts dann heim.

Damit nun vorerst zum letzten Mal Ahoi aus Griechenland. Eine kurze Zusammenfassung der Tage folgt dann noch von zu Hause.

Lasst es euch alle gut gehen,

Lothar

3.10.2024 – letzter Segeltag – Plataria nach Gouvia

Schon für heute ist schlechtes Wetter angesagt. Teils Regen, starker Wind in Böen bis Windstärke 7 und nur bis zu 2 Sonnenstunden. Morgen soll es laut Wetterprognose richtig zur Sache gehen mit Windstärken bis 8, Gewitter, Regen. Da haben wir es vorgezogen, uns doch lieber schon heute in die Heimatmarina unserer „Eleven“ nach Gouvia auf Korfu zurückzuziehen 🙂

Heute Morgen war es aber noch weitgehend windstill und wir hatten milde Temperaturen. Um 7:30 Uhr waren wir auch alle wach und haben uns auf den Tag vorbereitet. Bernhard und ich sind mal schnell ins Mittelmehr gesprungen um ordentlich wach zu werden. Das Wasser ist immer noch sehr angenehm temperiert. Es hat noch 24 bis 25 Grad 🙂

Anschließend wieder sehr gut gefrühstückt und dann hieß es „alles klar zum Anker lichten“ ! Ich hab mal gar nichts gemacht und die Crew hat das gesamte Manöver perfekt gefahren. Großes Lob! Und schon ging es los in westlicher Richtung aus der Bucht von Plataria hinaus in Richtung Korfu.

Noch schnell den letzten Kaffee getrunken 🙂

Am Horizont sieht es nicht nach sonnigem Segelwetter aus 🙁

Am Ausgang der Bucht haben wir mal das Vorsegel gesetzt, das uns beim Vortrieb geholfen hat. Am Ausgang der Bucht hatten wir schon Windstärken mit bis zu 18 Knoten. Mutig und voller Zuversicht hatten wir dort auch das Großsegel und das Vorsegel gesetzt und sind mit bis zu 7,5 Knoten vorwärts gekommen. Die Richtung, in der wir segeln konnten, war aber nicht ganz optimal 🙁 Im Grunde haben wir uns eher von unserem Ziel entfernt. Also haben wir schon nach kurzer Zeit das Großsegel wieder eingeholt und sind unter Motor mit Unterstützung des Vorsegels mit Rückenwind flott in nördlicher Richtung vorwärtsgekommen. Das hat so auch bis zur Einfahrt in die Bucht von Gouvia (nach ca. 2 1/2 Stunden) gut funktioniert. Der Wind war aber auch recht kräftig, die Wellen hatten deutlich mehr als 1,5 Meter. Die Strömung in nördlicher Richtung hat uns auch gut geholfen 🙂

Wir lassen uns die Laune nicht verderben 🙂
Unterwegs zwischendurch ein feiner Obstsalat für alle 🙂
Soo hohe Wellen 🙂

Alles ging gut ! 🙂 Bei recht starkem Wind von vorne haben wir in der Marina noch einen Zwischenstopp an der Tankstelle eingelegt und aufgetankt, bevor wir an unserem Steg festgemacht haben. Die „Eleven“ wurde in Erwartung auf das kommende Unwetter mit 2 Muringleinen, 2 Heckleinen und einer Spring massiv festgemacht. So haben wir heute eine ganz ordentliche Strecke (49 km / 26,5 nautische Meilen) zurückgelegt. Zwar nicht allzu weit rein gesegelt aber doch die größte Strecke gesegelt mit Motorunterstützung 🙂

Nach dem obligatorischen „Anlegebier“ (immer nach einem gelungenen Anlegemanöver) und einem zweiten Anlegebier für den Zwischenstop an der Tankstelle, einer kurzen Verschnaufpause mit Spaziergang bzw. Schlafpause (Bernhard) ging es dann ans Abendessen unter Deck.

Unsere Mädels haben einen Tisch voller leckerer Vorspeisen gerichtet und anschließend ein üppiges und richtig leckeres Abendessen zubereitet.

Für morgen haben wir noch nichts vor. Wir werden ordentlich ausschlafen, sofern es der Sturm zuläßt, und sicher wieder ausgiebig frühstücken. Dann werden wir uns sicher was für den Tag einfallen lassen.

Ganz liebe Grüße aus Gouvia / Korfu und lasst es euch auch gut gehen 🙂

2.10.2024 – Plataria – Rundtörn

Gestern Nacht ist der Wind hier in Plataria völlig eingeschlafen und wir haben heute früh ein spiegelglattes Mittelmeer bewundern können. Die Sonne hat uns aus einem wolkenfreien Himmel angestrahlt.

Morgens ist es aber doch noch recht kühl, so dass wir in unserer Kajüte gefrühstückt haben. Wieder mal ausführlich mit allem was dazu gehört. Wurst, Käse, Joghurt, Marmelade, Brot und Butter und noch allerlei weitere Leckereien.

Nach dem Frühstück ging es für Bernhard und mich in Richtung Strand (200 m zu Fuß) und ab zum schwimmen. Das Wasser ist noch superwarm ! Danach Abduschen an der Außendusche unserer „Eleven“ mit Warmwasser aus der Brause.

Als wir alle soweit fertig waren, ging es ans Ablegemanöver, das wieder dank einer hervorragend eingespielten Crew bestens funktioniert hat. Na ja, die Bedingungen waren auch wirklich nicht schlecht und nicht allzu anspruchsvoll 🙂

Ausfahrt aus der Marina Plataria

Von Plataria aus ging es direkt in Richtung Ausgang der Bucht, wo uns ein wunderbarer Segelwind erwartete. Also haben wir sofort die Segel gesetzt und sind bei Südwind in Richtung Paxos gekreuzt. Gegen den Wind war unser Vorwärtskommen in südlicher Richtung aber doch eher zäh und bis zum Nachmittag um 15 Uhr haben wir tapfer dafür gekämpft, Paxos noch zu erreichen.

Zwischenzeitlich habe sich die Wetterprognosen aber doch sehr in Richtung stürmisch und regnerisch am Donnerstag und noch stürmischer und regnerischer am Freitag verdichtet, so dass wir „Manschaftsrat“ abgehalten haben, wohin wir heute und die nächsten zwei Tage jeweils segeln oder motoren sollten. Wir waren uns schnell einig, dass es das sicherste sei, heute nach Plataria zurückzukehren und dort eine sichere Nacht zu verbringen und morgen, sofern noch möglich, nach Gouvia zu segeln oder zu motoren. Am Donnerstagabend wollen wir sicher in Gouvia liegen, da es wahrscheinlich am Freitag kein Spaß wird, auf dem Meer unterwegs zu sein 🙁 Deshalb haben wir die Segel eingeholt und sind direkt in Richtung Plataria zurück motort.

50,39 km / 27,2 nm

Zurück in Plataria wollte uns der Hafenmeister einen Liegeplatz zuweisen, der uns nicht so recht gepasst hat. Wir sind dann einfach kurzerhand zum Strand getuckert und haben uns dort vor Anker gelegt 🙂 Wir haben ja unser Dingi-Schnellboot, das wir dann auch sogleich nach dem „Ankerbier“ zu Wasser gelassen haben und sind schön zum Abendessen gefahren.

Gespanntes Warten auf unser Abendessen 🙂 direkt am Strand

Zur Vorspeise Tzaziki, Saganaki und Knoblauchbrot. Hauptspeise: Stiffado und Moussaka. Es war super lecker 🙂 und unser treuer Begleithund hat sich furchtbar geärgert, dass er nichts abbekommen hat 🙂

Der lebt schon noch ! 🙂

So ging unser Landausflug zu Ende und bei völliger Nacht sind wir in unser Dingi gestiegen und zur „Eleven“ zurückgedüst (wir hatten zum Glück das Ankerlicht und die Decksbeleuchtung eingeschaltet und so unser Schiff auch im Dunkeln wieder gefunden) 🙂

An Deck gabs noch einen Kaffee, Asti und Weißwein, so dass der Abend recht lustig zu Ende ging.

Wir werden heute nach dem schönen Tag mit einer schönen Segelstrecke sicherlich gut schlafen! Gute Nacht und bis morgen 🙂

1. Oktober 2024 – von Sagiada nach Plataria

Gestern Abend haben wir trotz Starkwind und hohem Wellengang noch unser Dingi seeklar gemacht und sind damit in die Marina Sagiada eingefahren. Unsere „Eleven“ blieb draußen – zu breit für die Einfahrt 🙁

Im Hintergrund unsere „Eleven“ außerhalb des Hafenbeckens vor Anker
Unser „Schnellboot“ von der „Eleven“ zur Marina 🙂

In unserer „Stammtaverne“ gab es leckeren superfrischen Fisch mit Gemüse, Tzatziki, Saganaki und Salat 🙂

Ein super schöner Abend. Nur schon etwas kühl im Wind.

Am frühen Morgen gab es wieder ein üppiges Frühstück, während dem wir querab unserer „Eleven“ einen großen Schwarm Pelikane beobachten konnten, die in unserer Nähe eingelandet waren 🙂 Wir sind dann früh in Richtung Igoumenitza gestartet. Unser Stefan kam heute mit dem Flieger auf Korfu an und wir hatten vereinbart, ihn in Igoumenitza abzuholen.

Seine Fähre von Korfu aus hat uns dann kurz vor Igoumenitza überholt und er konnte gut beobachten, wo wir hinsteuerten, um ihn aufzunehmen. Wir haben die „Eleven“ ca. 100 m vor dem Festland geankert und ihn mit unserem „Schnellboot“ sozusagen per Wassertaxi abgeholt und an Bord gebracht 🙂

Und schon ging es wieder aus der Bucht von Igoumenitza hinaus, an den kleinen und großen Fähren vorbei.

Am Nachmittag und zum Einstand von Stefan gab es danach einen superguten Nudelsalat an Bord. Die Spaghetti hatten wir noch vom letzten Abendessen vor zwei Tagen übrig 🙂

Großteils hatten wir leider nur sehr schwachen Wind, sind aber trotzdem schön gesegelt. In der Einfahrt in die Bucht von Plataria hatte das aber keinen Sinn mehr und wir mussten die Segel einholen und die Reststrecke motoren. So leer wie heute haben wir die Marina in Plataria noch nie erlebt! Wir hatten Platz zum liegen. Stefan hat hier sein erstes Anlegemanöver gefahren. Es hat prima geklappt.

Wir waren heute insgesamt 45,9 km unterwegs. Das sind 24,8 nautische Meilen.

Am Abend sind wir noch bei „Olga“ in der Taverne gesessen und haben uns wieder ein leckeres griechisches Abendessen gegönnt.

Wir freuen uns schon auf morgen, wenn wir dann zu fünft wieder in See stechen 🙂

Liebe Grüße aus dem sommerlichen Griechenland.