Die Wurstsalatfrage von gestern ist geklärt ! Unser guter Freund Klaus – ein Bayer – aus der Nähe des Tegernsee hat sich bei mir gemeldet und bestätigt, dass der Bayrische oder Münchner Wurstsalat tatsächlich nicht so fein geschnitten ist wie sonst oft üblich. Die Wurst wird grober geschnitten ! Also muss ich Waldemar Abbitte leisten, weil ich ja vermutet hatte, dass er das nur vorgegeben hat, weil er nicht so viel schneiden wollte 🙂
Heute früh haben wir wieder bei unserer Taverne an der Marina sehr guten Kaffee bekommen. Der Wirt hat uns auch noch ein warmes Schokocroissant spendiert. Waldemar hat mir das überlassen und sich an seinem Müsli schadlos gehalten. So waren wir gut gestärkt um das Problem mit dem Vorsegel anzugehen.
Wir mussten noch bis ca. 10 Uhr warten, bis Takis mit seinem Lastkahn von einer Auslieferung zurück war. Den Lastkahn hat er von der deutschen Marine gekauft. Ein ehemaliges Landungsboot.

Er ist mir einem hydraulischen Kran mit starkem Haken ausgestattet.

Wir sind zunächst zu dem Lastkahn motort und haben dort seitlich festgemacht. Von einem Charterboot mit Münchner Besatzung haben wir uns einen Bootsmannsitz ausleihen können und mit dem hat mich Takis butterweich von Deck der Agapi zur Mastspitze gehoben, damit ich dort nach dem Rechten sehen kann.

Der Bootsmannsitz ist echt bequem und man hat gute Bewegungsfreiheit. Letztes Jahr war ich ja mit einer tollkühnen Gurtkonstruktion zur Mastspitze befördert worden, die war lange nicht so bequem. Jetzt konnte ich sitzend arbeiten. Das bin ich ja aus meinen Berufsjahren gewohnt 🙂 🙂

Takis hat das ganze super gesteuert und immer ein Auge auf mich gehabt.

Alle waren gespannt, ob wir so unser Problem beheben können.

Runterfallen möchte man aus dieser Höhe lieber nicht 🙂

So von oben betrachtet, sieht die Agapi schon supergut und schnittig aus !
Das Fockfall war oberhalb des Stoppers dreifach um das Vorstag gewickelt, so dass das Fall keinen Zentimeter mehr nach oben oder unten zu bewegen war (ich weiß, das ist ein schlimmes Kauderwelsch für Nichtseeleute 🙂 ). Das Malheur war schnell behoben und Takis hat mich wieder supersanft an Deck der Agapi gebracht 🙂 🙂
Da wettermäßig ziemliche Flaute war, haben wir uns schnell entschlossen, erst morgen in See zu stechen. So hatten wir den ganzen Nachmittag Zeit, alles Notwendige auf die Yacht zu bringen, dort zu verräumen und ich konnte meine Backbordkajüte in aller Ruhe vorbereiten und einräumen.



Ich hatte ja schon berichtet, dass so ein Trimaran nicht gerade ein „Raumwunder“ und supercomfortabel ist, es ist aber gemütlich und man lebt sich dort auch gut ein 🙂

Am frühen Nachmittag waren wir fertig mit allem und die Agapi ist nun bereit, morgen in See zu stechen. Heute machen wir es uns hier in Mitikas nochmals schön.
Am Abend waren wir wieder in unserer Lieblingstaverne in Mitikas am Leuchtturm (eigentlich nur ein Leuchtfeuer) direkt am Wasser. Wir haben uns noch mit anderen Seglern getroffen und hatten eine lustige und nette Runde.

Eine reine „Männergesellschaft“ 🙂

Ich habe mich für Calamaris entschieden und natürlich noch mit Waldemar gemeinsam einen griechischen Salat und Tzatziki. Es war richtig lecker, die Tintenfische hat der Wirt erst heute gefangen!

Bei uns ist es jetzt kurz vor 22 Uhr. Heute Abend ist es am Wasser etwas kühl. Deswegen geht es jetzt ab in die Kojen und morgen früh zu unserem ersten Segeltörn.
Wir freuen uns schon sehr und hoffen auf guten Wind.
Bis demnächst wieder,
kalinichda nach zu Hause und in die Ferne,
Lothar