25. Mai 2026 – knapp 7 sm bis Mitikas – ich gehe von Bord

Nach dem gestrigen Gewittersturm war die Nacht auf Kastos recht ruhig und wir konnten gut schlafen. Am Morgen war der Wind völlig eingeschlafen, es war nicht einmal mehr ein Kräuseln auf dem Wasser! Am Himmel waren nur noch ein paar „Wasserleichen“ vom Vortag übrig geblieben 🙂

Nach meinem obligatorischen griechischen Kaffee und einem Cappuccino bei Vasili war wieder Frühstück an Bord vorbereiten angesagt. Waldemar ist da einfach der Spezialist 🙂

Wir hatten noch Hoffnung, dass gegen Mittag etwas Wind aufkommt und wir so zurück nach Mitikas segeln können.

Wir hatten aber noch Zeit und so bin ich nochmals zur Taverne Windmill hochgeschlendert und habe mich dort noch schön geduscht und mir einen frischen Orangensaft gegönnt.

Nach herzlicher Verabschiedung bei allen auf der Insel und meinem Versprechen, im September wieder zu kommen, haben wir abgelegt und sind in Richtung Mitikas gestartet.

Es hat gar nicht so lange gedauert, da kam auch schon leichter Wind auf. Wir haben sofort die Segel gesetzt und kamen so ein Stück weit unter Segeln vorwärts.

Allzu lange hat es aber nicht gedauert, da hat der Wind schon wieder einmal eine längere Verschnaufpause eingelegt, so dass wir nur mit dem Motor weiter kamen.

Der Wind hat danach zwar nochmals aufgefrischt, so dass wir schnell wieder Segel gesetzt haben, das hat aber nicht lange angehalten. Als Mitikas in Sicht kam, haben wir die Segel gerefft und sind das letzte Stück bis zum Hafen mit Motor gefahren.

Mitikas voraus

Im Hafen war es „saueng“, aber wir haben noch eine Lücke gefunden, in die wir gerade so reingepasst haben. Später haben noch einige den Hafen verlassen und wir hatten Platz übrig 🙂 Waldemar hat das gleich an Ralph und Karin mit deren Trimaran „gemeldet“. Die beiden kamen danach auch noch hierher nach Mitikas und konnten bequem an unserem Steg anlegen.

6,9 Seemeilen (12,77 km), 1 Stunde 44 Minuten, Schnitt: knapp 4 Knoten (7,34 km/h)

Das Wetter war schön, in der Sonne war es ziemlich heiß. Wir haben die Zeit mit Lesen und Relaxen verbracht.

Ich habe mich nach einiger Zeit entschlossen, jetzt endlich auch im ionischen Meer zu baden. Am Strand von Mitikas war ich zwei mal im Wasser. Insgesamt immerhin knapp eine halbe Stunde! Ich bin sehr vorsichtig und langsam ins Wasser gewatet. Als ich drin war, war aber alles prima. Ich schätze die Wassertemperatur auf mindestens 18 Grad. Im September werden es sicher wieder gut 25 Grad werden.

Danach sind Waldemar und ich ins Städtchen geschlampert. Unterwegs war eine Frisörin und Waldemar hat sich kurz entschlossen den Bart rasieren und den Kopf waschen lassen.

In der Nacht hat es wieder leicht geregnet. Ich habe am Mückengitter entlang etwas Wasser in die Kabine bekommen. Ist aber nur eine kleine feuchte Pfütze geworden 🙂

Das war meine letzte Nacht auf der Agapi 🙁 Etwas wehmütig ist mir das schon. Im September werde ich Waldemar nochmals beim Aufbau hier in Mitikas helfen. Wir sind da sowieso in der Nähe und freuen uns aufs Segeln, dann mit einem gecharterten Katamaran (Moni, Stefan, Bernhard, Luise und ich), während Waldemar das letzte mal mit seiner Familie auf dem Trimaran unterwegs sein wird. Danach soll die Agapi verkauft werden. Alles hat seine Zeit!

Jetzt ist es Dienstagmorgen und ich sitze in unserer Hafentaverne und schreibe diesen Bericht. Der Wirt ist schon da und hat mir gleich einen Cappuccino gebracht 🙂 Waldemar holt heute seinen Philip in Igoumenitsa ab. Ich fahre mit und er läßt mich in Preveza am Flughafen raus. Dort habe ich einen Mietwaren reserviert, mit dem ich nach Paleiros zu Silvia fahre. Sie hat ein Appartment für mich. Ich habe vor, noch 4 gemütliche Badetage dort zu verbringen und am kommenden Samstag von Preveza aus wieder Heim zu fliegen.

Nachher gehe ich zum letzten mal von Bord der Agapi 🙁 Bis dahin werde ich es mir gemütlich gut gehen lassen.

Ich melde mich die Tage nochmals hier aus Griechenland und so langsam habe ich auch schon Vorfreude auf zu Hause.

Bis dann, Grüße an alle

Lothar

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