21. Mai 2025 – Kastos nach Frikes / Ithaka

Von heute früh habe ich ja schon berichtet. Kaffee um 6 und pappsüßes Gebäck von der Wirtin spendiert bekommen 🙂

Habe nach dem Verfassen des gestrigen Berichts und 2 griechischen Kaffee noch gemütlich gelesen, bis Waldemar aufgewacht war. Nach kleinem Einkauf (Flasche Eiswasser für Kühlbox und Joghurt für Müsli) war es wieder Zeit für Waldemars Super-Standard-Frühstück – Müsli mit Banane, Apfel und Aprikose. Lecker !!! 🙂

Nach kurzer Mannschaftsbesprechung haben wir entschieden, heute auf den Spuren von Odysseus zu wandern und nach Ithaka zu segeln. Je nach Wind entweder Vathi oder Frikes.

In südwestlicher Richtung entlang Kastos haben wir noch etwas motort, dann aber die Segel gesetzt. Es ging klasse voran und für eine Regatta hatten wir auch schon einen Katamaran ca. 200 Meter voraus ausgesucht 🙂 Das war dann doch kein ebenbürtiger Gegner. Wir haben den schon nach recht kurzer Zeit überholt und danach so langsam achtern aus den Augen verloren 🙂 🙂 🙂

Tschüß Kastos !

Etwa auf halber Strecke liegt die Insel Atokos. Dort sind wir leider in eine Windabschattung gekommen. Zudem war es Mittag und der Wind hat offensichtlich eine Pause eingelegt 🙁

Kurs Ithaka

Nach der Insel hat uns noch eine Fähre gekreuzt. Wir haben großzügig auf unser Vorrecht verzichtet und lieber abgedreht, bevor uns der Kapitän möglicherweise übersehen hätte 🙂

Leider hat anschließend schon wieder die nächste Flaute eingesetzt, so dass wir wieder die Maschine zu Hilfe nehmen mussten. Na ja, wir sind ja schon ein gutes Stück weit unter Segeln gekommen und soweit ganz zufrieden 🙂

Die Richtung unter Segeln gab heute klar Frikes als Ziel vor. Dort sind wir auch am frühen Nachmittag eingelaufen und haben wieder den optimalen Anlegeplatz ergattert. Es ist fast schon überflüssig zu sagen, dass wir auch wieder ein perfektes Anlegemanöver hingelegt haben (Waldemar am Steuer, Lothar an den Leinen) 🙂

Ansteuerung Frikes / Ithaka

So sind wir heute in 3 1/4 Stunden die 14,63 Seemeilen ( 27,1 km) gesegelt und motort. Unser Schnitt war mit ca. 4,5 Knoten zwar nicht berauschend, es hat aber Spaß gemacht und war recht entspannend. In der Spitze hatten wir immerhin ca. 6,65 Knoten, was gut gereicht hat, den Katamaran bei der „Regatta“ deutlich hinter uns zu lassen 🙂

Wir haben zwischenzeitlich tolles Wetter, Sonnenschein und ganz ordentlich Wärme. Ich sitze hier bei einem Frappé im Schatten, schreibe diesen Bericht und lasse es mir gut gehen. Waldemar hält Siesta auf der Agapi 🙂 Es geht uns richtig gut !!!

Soweit alles Wichtige für heute, bis bald wieder, liebe Grüße

Lothar 

20. Mai 2025 – Kastos, Kastos, Kastos

Da wir gestern und vorgestern reichlich auf dem Mittelmeer unterwegs waren und für heute nur schwacher Wind angesagt ist, entschließen wir uns, einen Tag auf Kastos zu bleiben.

Kaffee gab es für mich schon um 6:15 Uhr an der kleinen Bar am Kai. Das tut gut 🙂 Schon ziemlich früh wurde der Liegeplatz vor unserer Agapi frei, so dass wir diese an die Kaimauer „Umparken“ konnten. Das war auch ruckzuck erledigt und so müssen wir beim Ein- und Aussteigen nicht mehr über das Arbeitsschiff klettern 🙂

Den Plastiksack, der sich uns bei der Rückfahrt von Messolonghi in die Schraube gedreht hat, haben wir hier entsorgt.

Am Mittag war es mal wieder Zeit, sich die „Kruste“ von der Haut zu waschen 🙂 Also kurz entschlossen zur Badebucht gewandert und den Wasserstatus geprüft 🙂

Das Wasser ist glasklar ! 🙂

Also nichts wie rein! Aber vorsichtig! So richtig Warmbadetag ist noch nicht. Bei geschätzt so zwischen 18 und 21 Grad erst mal langsam Arme und Beine abkühlen und dann hopp ins Nass.

Für gut 20 Minuten hat die Temperatur dann aber doch gut ausgereicht 🙂

Am Nachmittag haben wir in der Kaffeebar noch ein nettes Pärchen aus Bayern kennengelernt, die mit ihrem 11 Monate alten Sprössling ein Jahr Auszeit genommen haben. Die drei haben sich eine Bavaria zugelegt und verbringen die Tage hier in Griechenland. Eine gute Idee ! 🙂

Hier hat sich auch ein Grieche von der Insel zu uns gesellt. Er war unheimlich gut drauf ! 🙂 Er ist der Vizepräsident des Teakwondo-Wektverbands und hat uns zu Getränken und Eis eingeladen. Das junge Pärchen mit dem Nachwuchs will er am Mittwoch mit nach Saloniki nehmen und ihnen zwei Tage lang die Stadt zeigen ! 🙂 Am Samstag sollen wir alle zu ihm zum Grillen kommen ! 🙂

Sensationelle Gastfreundschaft !!!

Nebenbei hat er auch gleich den Transfer von Waldemars Familienangehörigen von Athen nach Mytikas organisiert. Ein Bekannter von ihm soll die 4 Reisenden abholen !

Glaubt ihr nicht ? Ist aber tatsächlich so ! 🙂

An der Pier vor der Kaffeebar legen auch die Fischer an. Heute hat einer einen riesigen Weißen Zackenbarsch geangelt. Moni hat die Klassifizierung von zu Hause aus anhand der Bilder vorgenommen 🙂

Weißer Zackenbarsch. Da wird eine ganze Familie locker satt 🙂

Es war ein toller Tag und am Abend hatten wir mit den neuen Freunden noch gemütlich gegessen. Anschließend noch ein Gläschen Wein und dann ging es schon ab in die Kojen.

Dort gut geschlafen und jetzt, heute früh, sitze ich wieder in der Kaffeebar, wo ich schon um 6 Uhr meinen ersten griechischen Kaffee – double – metrio – zu mir nehme 🙂 und diesen Bericht schreibe.

Von der netten Wirtin bekomme ich noch ein Gebäck anlässlich des Namenstags ihres Sohnes spendiert 🙂

Für heute haben wir noch nichts Konkretes geplant. Mal sehen, wie sich der Wind entwickelt.

Bis demnächst wieder, lasst es euch auch gut gehen

Lothar

19. Mai 2025 – Back to Kastos – Delfine – Plastikstress

Die vergangene Nacht haben wir richtig gut geschlafen. Aufgewacht bin ich um kurz vor 7 und habe schon um 7:15 Uhr ein Café gefunden, das schon geöffnet hatte. Das ist eigentlich nicht die Zeit der Griechen, deshalb war ich auch völlig alleine mit meinem Cappuccino und meinem griechischen Kaffee 🙂

Anschließend gab es Frühstück. Natürlich wieder Waldemars legendäres Müsli 🙂

Bereits um 9:40 Uhr war die Agapi klar zum Ablegen und wir sind gestartet. Ziel wollten wir erst später entscheiden. Je nach Wind. Auf alle Fälle aber in Richtung West, also in Richtung zurück zu unserer „Heimatbasis“ Kastos.

Den Kanal von Messolonghi mussten wir noch unter Motor fahren. Tatsächlich sind es 4 km bis zum Ausgang des Kanals ins Ionische Meer.

Nach der Kanalausfahrt setzten wir Kurs West. Leider so gut wie kein Wind, so dass unser erster Segelversuch von kurzer Dauer war und wir doch etliche Meilen motoren mussten.

Erst nach Kurswechsel in nordwestlicher Richtung setzte langsam etwas mehr Wind aus westlichen Richtungen ein.

An dieser Stelle sind uns tatsächlich auch noch 2 Delfine entgegengekommen. Ein toller Anblick, diese Tiere so in freier Natur zu sehen.

Kaum 5 Minuten später hatten wir eine weitere besondere Begegnung. Die war aber nicht sehr angenehm. Der Motor lief schlagartig nur noch auf geringer Drehzahl und wir hatten im ersten Moment keine Ahnung, was los war. Erst nach dem Abschalten der Maschine und dem Hochfahren des Motors sahen wir das Malheur in der Schraube. Da hatte sich ein Plastiksack eingedreht 🙁

Zum Glück konnte ich den von der Schraube lösen, so dass wir anschließend wieder vollständig navigationsfähig waren.

Den Motor haben wir dann aber kurz darauf sowieso abgestellt, da der Wind ganz gut passte und wir so unter Segeln weitergekommen sind. Jetzt haben wir auch unser Ziel, Rückkehr nach Kastos, festgelegt.

Da könnte etwas mehr Druck drin sein, aber es geht vorwärts 🙂

Wir kamen immerhin bis in Sichtweite von Kastos unter Segeln voran. Der Wind war mäßig, aber damit kann die Agapi ganz gut umgehen und macht das Beste draus.

Ganz im Hintergrund kommt Kastos in Sicht.

Die letzten 7 km ließ der Wind aber dermaßen nach, dass wir doch zum Ende hin wieder die Maschine zur Unterstützung benötigten. So kamen wir sicher in die Marina in Kastos. Leider war unser sonst so geschätzter Anlegeplatz belegt 🙁  Wir haben deshalb einfach ein „Päckchen“ mit einem angelegten Arbeitsboot gemacht. Der muss heute nicht mehr auslaufen und ist für uns recht einfach zu übersteigen.

Wir hatten heute den ganzen Tag schönes Wetter und sind immerhin wieder 36,71 Seemeilen (68 km) unterwegs gewesen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit mit 4,6 kn und die Spitzengeschwindigkeit mit 6,7 kn waren zwar nicht gerade berauschend, wie hatten aber Spaß und Freude an den 8 Stunden auf dem Wasser.

Screenshot

Jetzt gehts noch zum Abendessen und dann schaun wir mal 🙂

Liebe Grüße

Lothar

18. Mai 2025 – Segeln bis zum Abwinken – Messolonghi

Heute bin ich schon um kurz nach 6 Uhr aufgewacht ! Es war vor dem ersten Kaffee also noch genug Zeit für einen Spaziergang. Über einen kleinen Hügel kommt man von der Marina aus an eine traumhafte Badebucht.

Glücklicherweise hat in der Marina auf Kastos eine neue kleine Bar aufgemacht, wo ich bereits um 7 Uhr Kaffee bekommen habe. Das scheint der Treffpunkt aller „wichtigen Männer“ von Kastos zu sein 🙂

Gemeinsam mit Waldemar sind wir heute in die Taverne Windmill zum Frühstück gewesen. Kaffee, O-Saft, Ei mit Speck und Brot. Anschließend konnte ich dort noch ausgiebig mit Warmwasser Duschen.

Kaum mit Duschen fertig, hat Waldemar schon Eile angemahnt, um heute möglichst bald aus der Marina rauszukommen. Wir hatten vor, bis nach Messolonghi zu segeln. Das ist am Golf von Patras, direkt gegenüber der Peloponnes.

Tschüß Kastos

Nachdem wir aus der Marina raus waren, konnten wir sofort die Segel setzen und kamen mit leichter Briese schon ganz ordentlich voran.

Skipper der Agapi 🙂

Als wir an Kastos vorbei waren, frischte der Wind auf und wir machten unter Segeln ordentlich Fahrt in südöstlicher Richtung. Den Motor mussten wir nur einmal für eine kurze Flautestrecke zur Unterstützung zu Hilfe nehmen. Wir konnten ihn aber schon nach kurzer Strecke wieder abstellen und mit ordentlicher Geschwindigkeit weiter segeln.

Es ist hier im Ionischen Meer ein traumhaftes Segelrevier.

Nach ca. 5 Stunden kam die Peloponnes in Sicht und wir hatten nur noch ca. 2 Stunden bis Messolonghi.

Peloponnes voraus

Wegen der reichlich vorhandenen Untiefen vor der Einfahrt in den Kanal von Messolonghi ist das Fahrwasser ganz gut markiert.

Ansteuerung Kanaleinfahrt Messolonghi

Es geht von der Kanaleinfahrt bis zum Hafen fast zwei km weit durch den Kanal.

Kanal nach Messolonghi

Natürlich haben wir wieder einmal perfekt angelegt 🙂

Messolonghi, die Fahrradstadt.

Wir waren insgesamt 6 Stunden 59 Minuten unterwegs und haben heute 37,47 Seemeilen (69,4 km) zurückgelegt. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit war 5,34 Knoten und in der Spitze hatten wir knapp 9 Knoten.

Es war ein traumhafter Segeltag ! So kann es gerne weiter gehen 🙂

Abends haben wir wieder typisch griechisch gegessen mit verschiedenen kleinen Speisen. 40 Euro mit Getränken und wir waren pappsatt 🙂

Morgen wollen wir erst mal sehen, wie der Wind steht, bevor wir uns für ein Ziel entscheiden. Mal sehn, wohin der Wind uns weht 🙂

Soweit mal für heute von unserem Segeltörn.

Allen liebe Grüße und bis demnächst.

Lothar

16.-17. Mai 2025 – Regen, Segeln und hoch hinauf

Freitag, 16. Mai:

Es regnet fast den ganzen Tag. Heute ist „segelfrei“ 🙂 Das hat sich gestern schon bei den Wetterprognosen abgezeichnet und leider bewahrheitet.

Tagesprogramm:

Nach dem Aufstehen einen Spaziergang und auf unsere Gastwirte gewartet.

Danach Frühstück direkt neben der Anlegestelle. Spiegelei mit Speck, Tomate, Paprika und Brot. Anschließend bis zum Abendessen faulenzen und viel lesen. Mein erstes Buch habe ich schon fertig 🙂 Habe aber noch zwei dabei 🙂

Zum Abendessen lassen wir es uns richtig gut gehen. Typisch griechisches Essen mit lauter verschiedenen kleinen Speisen. Da waren: Saganaki, griechischer Salat, Tsatsiki, marinierte Gavros, Zucchiniballs 🙂

Wir sind früh in den Kojen gewesen, haben noch etwas gelesen und sind bald eingeschlafen.

So waren wir für den nächsten Tag topfit ! Das war auch nötig 🙂

Samstag, 17. Mai:

Wieder rechtzeitig aufgewacht und einen längeren Spaziergang unternommen. Meganisi ist eine sehr schöne kleine Insel, unsere Ankerbucht ist mit eine der schönsten im Ionischen Meer.

Heute hat Waldemar sein legendäres Müsli für uns beide zubereitet. Mit Joghurt, Apfelschnitzen und Aprikosenschnitzen. Lecker ! 🙂

Wir hatten vor, heute in südlicher Richtung zu segeln, ohne vorher festzulegen, wo wir am frühen Abend anlegen wollen.

Also haben wir die Agapi seeklar gemacht und ab ging es unter Motor aus der Bucht von Meganisi hinaus und dann hieß es Segel setzen in südlicher Richtung. Wir kamen zunächst ganz gut vorwärts aber uns verfolgten zunehmend dunkle Wolken. In der Ferne über Lefkada war schon Regen zu sehen. Es sollte auch nicht lange gut gehen, als uns auf Höhe Mytikas der Wind etwas im Stich ließ 🙁  Eine Tiefdruckfront kam zudem immer Näher, so dass wir uns entschlossen haben, zunächst Kurs in Richtung Mytikas zu setzen und dort unseren Verklicker (Windanzeiger an der Spitze des Mastes) zu reparieren. Beim Aufbau hatten wir nicht bemerkt, dass der ganz nach unten verbogen war und so nichts mehr anzeigen konnte.

Tschüß Meganisi
Richtung Mytikas geht’s nach Backbord
Screenshot

Den Mast umzulegen um den Verklicker zu reparieren war mir aber so lästig, dass ich vorgeschlagen habe, selbst mit Hilfe von Takis`s Kran die Reparatur vorzunehmen. Unseren Bootsmannsitz, mit dem man jemanden zur Mastspitze hochwinschen kann, hatten wir nicht verfügbar. Deshalb haben wir aus Gurten etwas ähnliches konstruiert und Takis hat mich mit dem Kran zur Mastspitze befördert. Der Verklicker war schnell nach oben gebogen, so dass ich – nach ein paar Fotos – schnell wieder unten war 🙂

Ausblick von der Mastspitze 🙂
Gut, dass es mir da nicht schwindelig wird !
Da hat man einen guten Rundumblick 🙂

Es war noch früh am Nachmittag, die Tiefdruckfront war durch, Wind war auch wieder ganz günstig so dass wir uns entschlossen haben, noch nach Kastos zu segeln.

Wir konnten tatsächlich die gesamte Strecke in gut 3,5 Stunden unter Segeln zurücklegen und haben in der Marina auf Kastos wieder einmal einen tollen Anlegeplatz ergattert. Das Anlegemanöver war natürlich wieder „butterweich“ und einwandfrei 🙂

Screenshot

Auf Kastos werden wir zwischenzeitlich von allen Seiten per Handschlag und herzlich begrüßt 🙂 Man kennt sich zwischenzeitlich schon sehr gut 🙂

Gegen Abend haben wir wieder sehr lecker gegessen und anschließend noch einen Abstecher zu Alex’s Bar gemacht. Ein Gläschen Wein und einen von Alex spendierten „Fireball“ (Whiskilikör) haben wir sehr genossen und sind anschließend müde in die Kojen gestiegen und schnell eingeschlafen.

Heute Morgen auf Kastos

Für heute ist schönes Wetter angesagt und wir werden sicher wieder einen tollen Segeltörn haben.

Euch allen auch einen schönen Tag,

liebe Grüße aus Kastos / Griechenland

Lothar

14.-15. Mai 2025 – „Anbaden“ und „Ansegeln“

Mittwoch:

Wo waren wir stehen geblieben? Ja, die „Agapi“ hatten wir gestern am frühen Nachmittag fast segelfertig. Das Bimini haben wir dann doch noch recht flux montiert und aufgestellt. Anschließend war Siesta 🙂

Das habe ich aber nicht lange durchgehalten. Die Sonne schien und es war recht warm, so dass ich mich entschlossen habe, an den Strand zu schlendern und mal nach der Wassertemperatur zu schauen. Die Badesachen habe ich sicherheitshalber gleich mitgenommen.

!Die ersten Schritte ins Wasser waren zwar noch recht kühl, einmal drin war es aber gut auszuhalten. Ich schätze mal die Wassertemperatur auf ca. 18-21 Grad. Da hab ich doch gleich mal meinen Fahrtenschwimmer gemacht und bin erst nach gut einer halben Stunde aus der „großen Badewanne“ wieder an den Strand hinaus. Es war herrlich! Die Stranddusche war von dem im Schlauch aufgewärmten Wasser angenehm warm und ich habe geduscht, bis kalt kam 🙂  Also das Anschwimmen habe ich für dieses Jahr schon mal erledigt.

Gegen Abend waren wir noch in unserem Lieblingslokal in Mytikas. Wir hatten unseren Tisch direkt am Strand und es gab Fisch, Scampis, griechischen Salat und natürlich Tsatsiki.

Danach noch an unserer Bar an der Marina je ein Gläschen Wein und so hatten wir schon früh die nötige Bettschwere. Die Stechmücken hatten wir schon am Nachmittag ausgeräuchert, so dass wir nachts Ruhe vor den Plagegeistern hatten und bis heute früh durchschlafen konnten.

Donnerstag:

Ich war heute früh schon um 6:30 Uhr wach und gleich topfit 🙂 Zum Glück hat unsere Frühstückstaverne recht bald geöffnet und ich konnte schon mal die ersten beiden Kaffee zu mir nehmen. Der Wirt hat mir einen Kuchen von seiner Mutter dazu spendiert 🙂

Danach war ich noch eine Stunde spazieren (Waldemar war noch nicht wach geworden) und habe diesen „Hühnergott“ entdeckt.

Monika hätte gerne, dass ich den mit nach Hause bringe, aber das wird wohl nichts 🙂

Nach einem weiteren Kaffee gemeinsam mit Waldemar haben wir die Agapi seeklar gemacht und sind um 9:30 Uhr zum „Ansegeln“ aus der Marina ausgelaufen.

Wir haben Kurs West eingeschlagen und schon nach wenigen Minuten die Segel gesetzt. Die ersten 2-3 Seemeilen ging es noch sachte voran bis wir aus der Abschattung von Kalamos heraus waren.
Dann setzte der Wind aus südlicheren Richtungen ein und wir konnten so ordentlich beschleunigt in Richtung Meganisi segeln. Eine weit vor uns liegende Segelyacht haben wir noch locker einge- und überholt. Der dortige Skipper konnte nur ungläubig zuschauen, wie wir an ihm vorbeigezogen sind 🙂 🙂  Unsere Spitzengeschwindigkeit wurde mit 9,12 Knoten gemessen. Das sind fast 17 km/h. Für den Anfang schon mal sehr verheißungsvoll 🙂

Screenshot

Viel zu schnell hatten wir auf fast direktem Kurs Meganisi erreicht. Wir haben für die knapp 7,5 Seemeilen gerade mal insgesamt 1,5 Stunden gebraucht. Für den Anfang sind wir aber sehr zufrieden und es passt ganz gut, dass wir heute frühzeitig einen guten und sicheren Anlageplatz haben. Das Wetter könnte stürmisch werden.

Hier in Meganisi liegen wir gut und sicher vertäut.

Hier in Meganisi sind wir gut und sicher aufgehoben und können morgen locker abwettern (angesagt ist stürmisches Wetter mit Gewitter und Regen). Zudem sind wir hier sehr gut versorgt (Essen, Trinken, überdachte trockene Terrasse).

Wir wurden von den Wirtsleuten herzlichst in Empfang genommen (man kennt sich schon 🙂 ) und haben uns gleich mal einen griechischen Salat, ein alkoholfreies Bier und einen Eistee gegönnt.

Jetzt ist Waldemar wieder bei Siesta und ich schreibe auf der Terrasse bei leckerem Kaffee diesen Bericht.

Das soll es aber für heute mal gewesen sein.
Lasst es euch auch gut gehen und bis demnächst

liebe Grüße

Lothar

12.-14. Mai 2025 – Ancona nach Mytikas

Mit gut einer Stunde Verspätung sind wir mit der „Superfast“-Fähre in Ancona abgelegt. Wir sind jetzt sozusagen auf dem „Endanflug“ nach Griechenland und sagen tschüß Ancona und Italien.

Unsere Außenkabine liegt im vorderen Teil der Fähre und ist doch recht gemütlich und angenehm.

Die Nacht schlafen wir durch und holen auch am Morgen noch versäumten Schlaf von der vorhergehenden Nacht nach 🙂

Schon so um ca. 13 Uhr kommt Korfu in Sicht.

Wider Erwarten legen wir tatsächlich pünktlich um 15:30 Uhr in Igoumenitsa / Griechenland an.

Von hier aus sind es noch ca. 120 km über Preveza nach Mytikas.

Unterwegs begehrt noch eine Griechische Landschildkröte Vorfahrt beim Überqueren der Straße. Wir waren schon an ihr vorbeigefahren, sind aber schnell umgedreht und haben ihr über die Straße geholfen, damit ihr nichts passiert 🙂 Schon eine gute Tat heute 🙂

Bei unserer Ankunft in Mytikas sind wir schon gleich als erstes Waldemars Trimaran begegnet. Takis hat dafür gesorgt, dass er gleich in die Marina gebracht wird. Ein toller Service!

Um das ganze noch perfekt abzurunden, hat Takis auch gleich noch seinen Kran angeworfen und uns, nachdem wir den Mast gestellt hatten, die „Agapi“ ins Wasser gesetzt.

Der Motor ist sofort angelaufen und so konnten wir mit angelegten Auslegern vorsichtig in die Marina an einen freien Liegeplatz anlegen.

Wir haben dann beide an dem ersten Ausleger gewuchtet und den schon mal nicht ausgeklappt bekommen 🙁  Takis wollte schon zu Hilfe eilen, als ich einen Splint bemerkte, den wir noch nicht herausgenommen hatten und der den Ausleger gegen Ausklappen sichert 🙁  Sowas passiert halt mal 🙂 Nach Entfernen des Splints ging’s auch gleich ganz einfach 🙂

Jetzt war aber Zeit für Abendessen und Koje richten ! Wir sind also in die Stadt spaziert und haben in einer unserer Lieblingstavernen lecker Fleisch, Pommes, griechischen Salat und Tsatsiki bekommen. Mit Getränken für 2 Personen insgesamt 28,- Euro. Das war mir beim Bezahlen schon fast peinlich. Mytikas ist halt kein Touristenort, da gelten noch „normale“ Preise.

Zurück bei der „Agapi“ hat es nur noch gereicht, die Matratzen und Betten herzurichten und gegen 23:30 Uhr lagen wir flach.

Heute, Mittwoch, 14. Mai, sind wir so gegen 07:00 Uhr aufgewacht und haben uns erst mal Kaffee und Schoko-Croissants in unserer Hafenkneipe gegönnt. Der Wirt hat uns überherzlich empfangen. So langsam kennt man sich hier ja 🙂

Danach gab es ein ausgedehntes Tagespensum:

Lebensmittel und sonstigen Reisebedarf aus dem VW-Bus auf die Yacht verladen und verräumt, danach Leinen und Schoten sortiert, eingefädelt und für den ersten Törn vorbereitet.

Zwischendurch Siesta. Es hat 24 Grad und die Sonne heizt mächtig auf die Haut.

Anschließend ab zum Tanken und zum Gelände von Takis, um dort noch überflüssigen Ballast aus dem Boot zu deponieren.

In Mytikas noch eine Flasche gefrorenes Wasser für den Kühlschrank geholt, etwas Obst, Yoghurt für Müsli und noch ein paar Kleinigkeiten.

Da wir die Fockschot nicht finden konnten, haben wir noch schnell 20 Meter Leine für eine neue Fockschot gekauft. Hat 18,- Euro gekostet. Preis bei uns zu Hause: Mindestens 60 – 70 Euro ! 

Danach alles ruck zuck auf die Agapi verladen, montiert und verstaut. 

Jetzt sind wir fast komplett fertig und segelbereit. Nachher nur noch unser Bimini (Sonnenschirm) montiert und alles ist erledigt.

Soweit mal alles in Kürze. Auslaufen werden wir wohl erst morgen, sofern nicht die erwartete Tiefdruckfront zu schnell hierher kommt 🙁

Liebe Grüße aus dem noch sonnigen Ionischen Meer

Lothar

Montag, 12.5.2025 – Fahrt nach Ancona und auf die Fähre

Wir sind gut durch die Nacht gekommen. Die Straßen waren völlig leergefegt 🙂

Durch die Schweiz lief es klasse und ca. 6 km vor der italienischen Grenze haben wir uns um 4:30 Uhr entschlossen, eine „Mütze Schlaf“ zu nehmen. Waldemar hat sich unten gut eingerichtet und ich habe mich auf das Dachzelt verzogen. Knappe 3 Stunden Schlaf haben uns gut getan. Um 7:30 Uhr ging es dann weiter bis zur ersten Raststätte in Italien, wo endlich der ersehnte Morgenkaffee verfügbar war. Ein Croissant für jeden gab es auch noch.

Da unsere Fähre nach Griechenland erst um 17 Uhr starten sollte, haben wir noch einige kurze Pausen eingelegt. So konnte ich meinen Koffeinspiegel immer auf gutem Niveau halten 🙂 Um 8:30 Uhr waren wir an Mailand vorbei und um 13:53 Uhr haben wir den Fährhafen in Ancona erreicht.

Jetzt freuen wir uns schon auf eine hoffentlich gemütliche Überfahrt und auf ausreichend Schlaf heute Nacht in unserer Außenkabine.

Bis demnächst

Lothar

Sonntag, 11.5.2025 – Abenteuer Zugreise

Um 19:16 Uhr sollte mein Bus mich von Aichwald nach Esslingen zum Bahnhof bringen. Der Bus war auch tatsächlich pünktlich zur Stelle!

Kaum losgefahren, erreichte mich schon die erste Hiobsbotschaft von der Deutsche Bahn auf dem Handy: S-Bahn ab Esslingen verspätet. Damit wäre meine Umsteigezeit in Stuttgart von 30 Minuten auf noch 12 Minuten geschrumpft. Wer den Stuttgarter Bahnhof kennt, weiß, dass das nur von einem guten Sprinter in leichter Sportkleidung zu schaffen wäre. Für mich mit Seesack und Rucksack ganz sicher nicht 🙁

Also schnell nachgeschaut, ob es nicht eine Alternative gibt, die mir eine teure Taxifahrt erspart. Tatsächlich könnte ich in Oberesslingen noch die vorherige S-Bahn erreichen, weil die dort mit 4 Minuten Verspätung angemeldet ist. Ich also in Bahnhofsnähe Oberesslingen schnell aus dem Bus raus und zum Bahnhof gehetzt. S-Bahn tatsächlich noch erreicht! Umsteigezeit in Stuttgart somit von 30 Minuten auf 45 Minuten erhöht 🙂 Aber schon das erste mal außer Puste und kräftig durchgeschwitzt. Das war aber ein guter Trick 🙂

In Stuttgart habe ich mich dann mit schwerem Gepäck und diversen kurzen Verschnaufpausen von der S-Bahn zu den Fernzügen gequält. Es hat dann dort auch gut auf meinen Zug nach Karlsruhe gereicht. Der ist sogar „pünktlich“ (3 Minuten verspätet) losgefahren. Umsteigezeit in Karlsruhe: 10 Minuten. Wenn sich der ICE nicht weiter verspätet, könnte es gerade so reichen.

„Glücklicherweise“ habe ich auf dem Weg nach Karlsruhe eine weitere Nachricht von der Deutsche Bahn erhalten: Mein Anschlusszug nach Freiburg ist in Karlsruhe 25 Minuten verspätet. Umsteigezeit jetzt: 35 Minuten. Und das hat auch gut geklappt.

In Freiburg  bin ich zwar mit 35 Minuten Verspätung angekommen, aber ich habe mein erstes Ziel heute tatsächlich noch erreicht. Das ist bei der Bahn ja nunmal nicht selbstverständlich 🙁

Waldemar hat schon auf mich gewartet und wir sind voller Vorfreude mit seinem VW-Bus in die Nacht gestartet.

Liebe Grüße an alle

Lothar

Segeln: ab nach Griechenland

Sonntag, 10. Mai 2025

Heute geht es los! Gestern habe ich noch meine Moni und unseren Stefan zum Flughafen gefahren. Die beiden sind schon in Griechenland. Auf der Insel Kos. Da wünsche ich ihnen eine schöne Woche und gutes Wetter. Kommt wieder gut heim.

Für mich geht es heute Abend mit Bus, S-Bahn und Zug nach Freiburg zu Waldemar. Bin schon sehr gespannt, ob das mit meinen Bahnverbindungen ausnahmsweise einmal klappt 🙁

Waldemar holt mich am Bahnhof in Freiburg ab und wir starten direkt in Richtung Ancona / Italien. Dort wollen wir morgen spätnachmittags auf die Fähre nach Igoumenitsa / Griechenland, wo wir am Dienstag spätnachmittags ankommen werden, wenn alles klappt. Von dort geht es weiter nach Mitikas, wo wir den Trimaran von Waldemar – der dort lagert – zu Wasser bringen.

Wir hoffen auf tolles Segelwetter und schöne Tage. Ich bin dort knapp zwei Wochen und berichte hier über unsere Törns und Erlebnisse. Würde mich freuen, wenn ihr alle ab und zu mal reinschaut. Aktualisierungen gebe ich über mein Profil auf WhatsApp bekannt.

Liebe Grüße

Lothar