15. Mai 2026 – Relaxen auf Kastos

Für heute gibt es nicht allzu viel zu berichten. Ich hatte ja schon angedeutet, dass wir wohl hier auf Kastos noch 2 Tage abwarten und abwettern. Heute wäre Segeln zwar noch möglich gewesen, aber aber am Himmel braut sich so langsam etwas zusammen. Für morgen ist Sturm bis 34 Knoten (über 60 km/h) angesagt. Da sind wir lieber gleich auf unserer Lieblingsinsel Kastos geblieben, wo wir gut vertäut an der Kaimauer liegen.

Von gestern Abend kann ich noch nachtragen, dass wir bei Bellos zum Abendessen waren. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen 🙂

Vorspeise: Griechischer Salat und Tsatsiki.
Hauptspeise: Gegrilltes Hühnchen mit Kartoffeln.

Das Abendessen war sehr lecker und wir sind anschließend noch in die Ela-Bar auf einen Absacker spaziert. Die Bar liegt am Hang oberhalb der Marina und man hat vom dortigen Balkon eine tolle Aussicht.

Balkon der Ela-Bar …
… mit toller Aussicht auf die Marina (Waldemars Agapi ist gut zu erkennen)

Danach war noch ein kleiner Absacker mit Rotwein auf der Agapi auf dem Programm und dann ging es schon ab in die Kojen.

Heute früh war ich schon um kurz vor 6 wach und aus dem Schlafsack. Da hat hier natürlich noch nichts geöffnet. Ich bin dann trotzdem vom Boot – Waldemar hat noch geschlafen – und zur Taverne Windmill hochgelaufen. Ich wusste ja, dass der Wirt früh aufsteht und sich einen Kaffee macht.

Tatsächlich war er schon vor 7 Uhr auf und ich bekam von ihm gleich den dringend erforderlichen Morgencappuccino serviert 🙂 Ich glaube, er hat mich schon erwartet. Er wusste ja, dass ich auf der Insel bin und morgens immer der erste, der anklopft 🙂

Taverne „Windmill“

Gegen 9:30 Uhr kam Waldemar nach und wir haben uns zum Frühstück Eier mit Speck gegönnt.

Tagsüber sind wir dann so „rumgelümmelt“, haben Siesta gemacht und ich habe viel gelesen.

So ganz untätig wollten wir dann aber doch nicht sein und haben uns am Nachmittag entschlossen, die Ausleger der Agapi mal komplett auszuräumen, alles zu sortieren und anschließend ordentlich wieder einzuräumen. Einiges haben wir gefunden, das wir entsorgen können. Jetzt ist Ordnung 🙂 🙂 und klar Schiff 🙂

Zur Sicherheit haben wir auch noch zusätzliche Fender an der Landseite der Agapi angebracht und noch eine Vorspring gelegt. Jetzt sind wir auch bei starken Böen ausreichend sicher vertäut. Die Vorspring ist eine Festmacherleine von achtern der Yacht nach vorne an die Mole, die verhindert, dass die Agapi rückwärts getrieben werden kann.

Heute Abend waren wir nochmals in der Windmill zum Abendessen: Griechischer Salat, Saganaki, Pommes und Gyros. Alles superlecker! Jetzt noch ein Weilchen lesen und gemütlich den Tag ausklingen lassen. Vor dem Einschlafen sicher noch einen Absacker und dann gute Nacht.

Wir hoffen, es wird morgen mit dem Wetter und dem Wind nicht so schlimm.

Euch allen eine gute Nacht und bis bald wieder

Lothar

14. Mai 2026 – Wir segeln !

Heute soll es endlich soweit sein. Wir wollen segeln! Um ca. 9 Uhr sitzen Waldemar und ich in unserer Hafentaverne bei leckerem Cappucino. Anschließend geht es auf die Agapi zum Frühstück.

Waldemar hat wieder sein legendäres Müsli gezaubert. Für mich mit Banane, für sich mit Apfel. Es war wie üblich lecker 🙂

Frühstück an Bord macht einfach Spaß 🙂

Nach dem Frühstück bereiten wir alles für den Start vor. Das ist schnell erledigt und Waldemar läßt die Maschine an, die uns sicher aus der Marina bringt.

Schon wenig nach der Ausfahrt werden die Segel gesetzt und die Maschine abgeschaltet.

Wir nehmen Kurs auf Kastos 🙂

Ich übernehme die Aufgaben des Steuermanns 🙂

Der Wind ist teilweise etwas böig aber passt ganz gut für unseren Kurs. Auf etwa halber Strecke reffen wir das Großsegel, um den Böen nicht zu viel Angriffsfläche zu bieten. So haben wir nach knapp 2 Stunden schon die Einfahrt in die Marina Kastos in Sicht.

Die letzte Ansteuerung erfolgt dann wieder ohne Segel unter Motor.

Unser Lieblingsanlegeplatz ist frei! Natürlich klappt unser Anlegemanöver wieder mustergültig 🙂

Das war heute zwar kein sehr langer Törn, es hat aber viel Spaß gemacht. Wir sind fast exakt 10 Seemeilen (18,25 km) mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,13 Knoten (9,5 km/h) gesegelt. Unsere Höchstgeschwindigkeit in Böen war 10,85 Knoten (20,1 km/h) !!!

Nachdem die Agapi gut und sicher vertäut war, ging es sofort in unser Stammcafé, wo wir herzlichst begrüßt und gedrückt wurden. Man kennt sich halt schon lange 🙂 🙂 Der Wirt hat uns gleich mal zu einem Frappé und einem Cappucino eingeladen. Nach Austausch wichtiger Neuigkeiten hat er uns auch nicht gehen lassen, ohne uns noch einen kleinen Snack aus Blätterteig mit Spinat bzw. mit Käse in die Hand zu drücken. Bezahlung hat er strikt abgelehnt 🙂 Da fühlt man sich gleich schon fast wie zu Hause 🙂

Waldemar hat sich anschließend zu einer Siesta auf die Agapi zurückgezogen. Ich musste noch die Wirtsleute in der Taverne Windmill begrüßen, in der ich die letzten Jahre gerne Zeit verbracht habe.

Blick von der Terasse der Taverne „Windmill“

Den Wirt hatte ich bei seiner Einkaufstour in Mitikas schon getroffen und er hat sich schon auf meinen Besuch gefreut. Auch hier war die Begrüßung herzlich 🙂

Kastos ist ja unsere Lieblingsinsel und wir sind immer wieder gerne hier. Die Aussicht ist begeisternd.

Heute Abend werden wir gemütlich zu Abend essen und wahrscheinlich auch noch bei der Inselbar bei Alex vorbeischauen. Ein echt lustiger Geselle, mit dem wir immer kurzweilige Gespräche über Gott und die Welt führen 🙂 🙂

Morgen kann es schon etwas stürmisch werden. Übermorgen mit hoher Sicherheit Sturm, Gewitter und Regen. Eventuell werden wir die zwei Tage hier auf Kastos „abwettern“. Wir entscheiden aber von Tag zu Tag und haben es ja auch nicht eilig 🙂 🙂

Soweit mal für heute das aktuelle Geschehen.

Bis demnächst wieder, liebe Grüße

Lothar

13. Mai 2026 – Wir sind seeklar !

Die Wurstsalatfrage von gestern ist geklärt ! Unser guter Freund Klaus – ein Bayer – aus der Nähe des Tegernsee hat sich bei mir gemeldet und bestätigt, dass der Bayrische oder Münchner Wurstsalat tatsächlich nicht so fein geschnitten ist wie sonst oft üblich. Die Wurst wird grober geschnitten ! Also muss ich Waldemar Abbitte leisten, weil ich ja vermutet hatte, dass er das nur vorgegeben hat, weil er nicht so viel schneiden wollte 🙂

Heute früh haben wir wieder bei unserer Taverne an der Marina sehr guten Kaffee bekommen. Der Wirt hat uns auch noch ein warmes Schokocroissant spendiert. Waldemar hat mir das überlassen und sich an seinem Müsli schadlos gehalten. So waren wir gut gestärkt um das Problem mit dem Vorsegel anzugehen.

Wir mussten noch bis ca. 10 Uhr warten, bis Takis mit seinem Lastkahn von einer Auslieferung zurück war. Den Lastkahn hat er von der deutschen Marine gekauft. Ein ehemaliges Landungsboot.

Er ist mir einem hydraulischen Kran mit starkem Haken ausgestattet.

Wir sind zunächst zu dem Lastkahn motort und haben dort seitlich festgemacht. Von einem Charterboot mit Münchner Besatzung haben wir uns einen Bootsmannsitz ausleihen können und mit dem hat mich Takis butterweich von Deck der Agapi zur Mastspitze gehoben, damit ich dort nach dem Rechten sehen kann.

Der Bootsmannsitz ist echt bequem und man hat gute Bewegungsfreiheit. Letztes Jahr war ich ja mit einer tollkühnen Gurtkonstruktion zur Mastspitze befördert worden, die war lange nicht so bequem. Jetzt konnte ich sitzend arbeiten. Das bin ich ja aus meinen Berufsjahren gewohnt 🙂 🙂

Takis hat das ganze super gesteuert und immer ein Auge auf mich gehabt.

Alle waren gespannt, ob wir so unser Problem beheben können.

Runterfallen möchte man aus dieser Höhe lieber nicht 🙂

So von oben betrachtet, sieht die Agapi schon supergut und schnittig aus !

Das Fockfall war oberhalb des Stoppers dreifach um das Vorstag gewickelt, so dass das Fall keinen Zentimeter mehr nach oben oder unten zu bewegen war (ich weiß, das ist ein schlimmes Kauderwelsch für Nichtseeleute 🙂 ). Das Malheur war schnell behoben und Takis hat mich wieder supersanft an Deck der Agapi gebracht 🙂 🙂

Da wettermäßig ziemliche Flaute war, haben wir uns schnell entschlossen, erst morgen in See zu stechen. So hatten wir den ganzen Nachmittag Zeit, alles Notwendige auf die Yacht zu bringen, dort zu verräumen und ich konnte meine Backbordkajüte in aller Ruhe vorbereiten und einräumen.

Blick vom Fußende nach vorne zum Bug

Meine „Schrankwand“. Wie man sieht, herrscht dort auch Ordnung 🙂

Blick zum Fußende. Oben die „Ein- und Ausgangstüre“ 🙂

Ich hatte ja schon berichtet, dass so ein Trimaran nicht gerade ein „Raumwunder“ und supercomfortabel ist, es ist aber gemütlich und man lebt sich dort auch gut ein 🙂

Am frühen Nachmittag waren wir fertig mit allem und die Agapi ist nun bereit, morgen in See zu stechen. Heute machen wir es uns hier in Mitikas nochmals schön.

Am Abend waren wir wieder in unserer Lieblingstaverne in Mitikas am Leuchtturm (eigentlich nur ein Leuchtfeuer) direkt am Wasser. Wir haben uns noch mit anderen Seglern getroffen und hatten eine lustige und nette Runde.

Eine reine „Männergesellschaft“ 🙂

Ich habe mich für Calamaris entschieden und natürlich noch mit Waldemar gemeinsam einen griechischen Salat und Tzatziki. Es war richtig lecker, die Tintenfische hat der Wirt erst heute gefangen!

Bei uns ist es jetzt kurz vor 22 Uhr. Heute Abend ist es am Wasser etwas kühl. Deswegen geht es jetzt ab in die Kojen und morgen früh zu unserem ersten Segeltörn.

Wir freuen uns schon sehr und hoffen auf guten Wind.

Bis demnächst wieder,
kalinichda nach zu Hause und in die Ferne,

Lothar

12. Mai 2026 – „Basteln“ in Mitikas / Grichenland

Heute ist wieder tolles Wetter. Die Sonne scheint und es geht ein schöner Wind, ideal zum Segeln. Leider liegen wir noch in der Marina von Mitikas und haben immer noch nicht alle unsere Probleme behoben 🙁

Für heute haben wir uns vorgenommen, das fest sitzende Fockfall zu richten und die Toilette zu reparieren. Sie saugt kein Wasser mehr an.

Mir fiel auf, dass ich noch gar kein Bild von unserer Segelyacht gepostet habe! Deshalb habe ich die heute mal für hier fotografiert.

So ein Trimaran ist zwar nicht so komfortabel, aber er ist pfeilschnell. Da kommt kaum ein anderer Segler mit. Der Trimaran ist von Waldemar auf den Namen Agapi getauft worden. Das bedeutet zu deutsch so viel wie „meine Liebe“. Finde ich eine nette Idee 🙂

Nach dem Frühstück haben wir auf alle möglichen Arten versucht, die Toilettenpumpe dazu zu bewegen, Wasser anzusaugen. Die hat sich aber beharrlich geweigert. Zuletzt sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass es an der Dichtung liegt. Es blieb nichts anderes übrig, als aus Preveza eine neue Dichtung zu besorgen. Gegen 11 Uhr ist Waldemar dafür zu der Marina im ca. 25 km entfernten Preveza gefahren.

Nach ca. 10 Minuten habe ich festgestellt, dass ich mein Handy in Waldemars VW-Bus vergessen habe 🙁 Waldemar hat das erst in Preveza gemerkt, als er mich angerufen hat und es aus dem Fond seines WV-Bus geklingelt hat. Zum Glück habe ich mir vor dem Urlaub noch eine schöne Armbanduhr geleistet, so dass ich ohne Handy wenigstens die Uhrzeit hatte 🙁 So ein Leben ohne Handy ist ja schon möglich, aber es ist sehr schwer 🙂 habe ich festgestellt 🙂

Wenigstens hat Waldemar das entsprechende Ersatzteil für die Toilette besorgen können und die funktioniert jetzt wieder.

Die Reparatur des Fockfalls haben wir heute aber nicht mehr geschafft und auf morgen zurückgestellt. Wir sind uns noch nicht sicher, was das eigentliche Problem ist und wie das zu beheben ist, sind aber sehr optimistisch, dass wir das auch noch schaffen und dann los segeln können.

Zum Abendessen hat Waldemar heute Wurstsalat an Bord zubereitet.

Er hat ausdrücklich betont, dass es sich um „Münchner Wurstsalat“ handelt. Da ist die Wurst nicht in so feine Streifen geschnitten sondern in große Stücke. Ob das stimmt? Vielleicht kann mir das jemand bestätigen und damit meinen Verdacht ausräumen, dass Waldemar nur zu faul zum kleiner schneiden war 🙂 🙂 🙂

Auf alle Fälle hat es im „Bordrestaurant“ sehr gut geschmeckt 🙂

Am Abend waren wir noch in unserer Hafentaverne auf einen Absacker zum Tagesausklang.

Jetzt habe ich zwar deutlich mehr Schritte zu Fuß auf dem Zähler als Seemeilen, es sind aber trotzdem schöne Tage und wir haben wieder viele Bekannte und Freunde hier aus Mitikas getroffen.

Falls das Problem mit dem Fockfall morgen schnell zu lösen ist, werden wir noch Vorräte „bunkern“ und dann wahrscheinlich in Richtung Kastos (unsere Lieblingsinsel) los segeln. Sonst starten wir eben übermorgen 🙂

Viele Grüße an alle zu Hause oder auf Reisen (Moni und Stefan sind ja gerade auf Teneriffa und lassen es sich dort gut gehen) und bis demnächst wieder

Lothar

9. – 11. Mai – Venedig – Igoumenitsa – Mitikas

28 Stunden dauert die Überfahrt von Venedig nach Igoumenitsa, hatte ich vorgestern geschrieben. Es kam keine Widerrede ! Das war falsch ! Anstatt eine Stunde wegen der Zeitverschiebung hinzuzurechnen, ist eine Stunde abzuziehen, so dass die Überfahrt geplant 26 Stunden beträgt 🙂 Ist ja auch lange genug. Die fahren aber wegen der Energiekosten mit „angezogener Handbremse“. In dem Fall mit ca. 20 Knoten im Schnitt anstelle von früher knapp 30 Knoten. Na ja, auch auf dem Schiff ist schon Urlaub 🙂

Ein letzter Blick zurück auf die Ausfahrt aus dem „Kanale Grande“ in Venedig …

… und schon bald ein letzter Blick auf Italien.

Nach einer ruhigen Nacht konnten wir schön duschen und uns frisch machen und anschließend den Tag auf der Fähre genießen.

Gelegentlich haben wir uns auch nur in unserer Kabine rumgetrieben und gelesen oder zwischendurch mal ein Verdauungsschläfchen gemacht 🙂

Um genau 14:43 griechische Ortszeit ist dieses Bild entstanden. Rechts Korfu und im Hintergrund schon das griechische Festland.

Gegen 17 Uhr sind wir in die Bucht von Igoumenitsa eingelaufen.

Waldemars VW-Bus im Schiffsbauch haben wir auch gleich wieder gefunden 🙂

Und schon sind wir vom Schiff im Fährhafen von Igoumenitsa 🙂

Igoumenitsa haben wir um 17:40 Uhr verlassen. Jetzt sind es noch ca. 110 km bis Mitikas.

Um 19:50 Uhr sind wir an der Marina von Mitikas angekommen. Takis hat Waldemars Yacht bereits für uns bereitgestellt, nachdem diese seit Juni letzten Jahres bei ihm in der Halle stand.

Wir waren also erst einmal beruhigt, dass alles so gut geklappt hat und haben uns in unserer Haventaverne kühle Getränke und eine griechische Pizza bestellt – die griechische Pizza ist die beste !

Hier ein kleiner Eindruck von Mitikas:

Orthodoxe Kirche Mitikas

Und noch ein Foto der „Prachtstraße“ von Mitikas am späten Abend 🙂

Heute (11.5.) Morgen war schon schönes Wetter und wir sind nach einem Morgenkaffee und einem leichten Vesper schnell ans Werk gegangen …

… um Waldemars Yacht, die „Agapi“ seeklar zu machen.

Für das Stellen des Mastes haben wir 3 Anläufe gebraucht 🙁 Der steht jetzt aber auch sauber 🙂

Nach dem Mast stellen ist erst mal eine Pause mit zweitem Frühstück angesagt. Es gibt griechischen Salat – lecker 🙂

Der Vorstag (Vorrichtung von der Mastspitze zum Bug, auf die das Vorsegel oder Focksegel aufgewickelt wird) hat uns als nächstes Probleme gemacht. Wir haben es aber mit vereinten Kräften geschafft, diesen am Bug vorne einzuhängen und mit Splint zu sichern.

Nun war es schon Nachmittag geworden und Zeit, die Agapi an den Haken zu nehmen und ins Wasser zu setzen. Takis (im Bild) hat das mit seinem Lastkahn souverän erledigt 🙂

Nachdem die Agapi vom Trailer gehoben – und dieser unter ihr weggefahren war, konnten am Unterboden noch die Auflagestellen mit frischen Antifouling-Anstrich versehen werden. Die anderen Flächen hat Takis schon vorher gestrichen.

Nach 10 Minuten Trockenzeit geht die Agapi endlich ins Wasser 🙂

Nächstes Problem: Der Motor läuft zwar zuverlässig an, die Schraube lässt sich aber nicht einkuppeln 🙁 Wir vermuten, dass bei der Inspektion und kleinen Reparaturen daran ein Bowdenzug nicht richtig eingehängt war. Takis hat den Techniker sofort zur Marina zitiert und der hat das Problem schnell erledigt 🙂

An dem Vorstag (siehe oben) haben wir jetzt noch ein Problem. Das Vorsegel lässt sich nicht ausrollen. Irgendetwas klemmt. Da müssen wir erst mal überlegen, wie wir das Problem am besten lösen. Also ab ins Cafe und erst mal „abschalten“ 🙂

Wir verschieben die Problemlösung mit dem Vorstag auf morgen und gehen heute Abend fein essen. Direkt am Wasser liegt unsere Lieblingstaverne.

Wir haben uns einen leckeren Fisch ausgesucht. Der Wirt sagt uns zwar die Bezeichnung auf griechisch, damit können wir aber nichts anfangen. Auf alle Fälle wird betont, dass es die Königin der Meere sei 🙂

Der hat auch zusammen mit griechischem Salat, Tsatsiki, Pommes und als Vorspeise Garnelen super geschmeckt 🙂

So das waren jetzt viele Bilder und ein langer Bericht. Ich hoffe, ich habe euch nicht gelangweilt.

Hier ist es jetzt 23:20 Uhr und für mich wird es Zeit zum Schlafen. Morgen wartet das Vorstag auf uns 🙁

Schön, dass ihr das mitverfolgt. Euch noch einen schönen Abend und bis bald

Lothar

9. Mai 2026 – Weite Reise

Wir sind unterwegs! Es ist jetzt der 9.5., 14 Uhr, und ich sitze in Venedig in der Lobby der Fähre und wir haben gerade in Richtung Igoumenitsa abgelegt.

Die Fährzeit ist voraussichtlich 28 Stunden. Wir kommen also erst am Sonntag um 17 Uhr griechischer Ortszeit (+ 1 Stunde) an.

Bis wir in Mitikas sind, wird es wohl mindestens 18:30 Uhr werden und wir können deshalb Waldemars Segelyacht erst am Montag zu Wasser lassen 🙁

Wir haben schönes Wetter mit Temperaturen um 22 Grad.

Doch ich will noch kurz über unsere bisherige Reise berichten.

Gestern bin ich mit Moni um 13:30 Uhr in Aichwald zum Hauptbahnhof Stuttgart gestartet. Schwer beladen mit Seesack und Rucksack hat sie mich um 14:05 Uhr bei der BW-Bank hinter dem Bahnhof abgesetzt und mich verabschiedet.

Not macht erfinderisch und ich habe tatsächlich eine Abkürzung zu den Ferngleisen durch die Tiefgarage der BW-Bank bzw. DB gefunden. Habe auch lange darüber nachgedacht 🙂

Fast pünktlich um 15:02 Uhr ging mein Zug nach Karlsruhe. Dank großzügig geplanter Umsteigezeit habe ich dort gemütlich den Anschlusszug nach Offenburg erreicht. Der war fast leer. Ein ganz neues Bahnfahrgefühl 🙂

Dafür war der Anschlusszug nach Freiburg gerammelt voll. Habe mir in Offenburg aber noch einen Sitzplatz am Fenster ergattert. Ankunft in Freiburg war natürlich wieder fast 20 Minuten verspätet. Vorsorglich hatte ich Waldemar aber eine Ankunftszeit 1 Stunde später avisiert. Sicher ist sicher, dachte ich 🙂 Schließlich bin ich um 19:17 Uhr in Freiburg angekommen. Habe mir dort noch schnell belegte Brötchen für uns beide gekauft und einen Kaffee für die 20 Minuten Wartezeit auf Waldemar.

Wir sind am Bahnhof Freiburg um 19:50 Uhr in Richtung Schweiz losgefahren. Um 00:30 Uhr waren wir schon kurz vor der italienischen Grenze und haben uns dort eine Schlafpause gegönnt.

Auf dem Rastplatz waren wir auch im letzten Jahr zur Schlafpause. Nur waren zu der Zeit gerade mal 3-4 Fahrzeuge auf dem Parkplatz, diesmal war er knallvoll mit Wohnmobilen und Wohnanhängern. Unglaublich! Das ist schon eine Seuche 🙂

Um kurz vor 5 Uhr sind wir dann nach gut 4 Stunden Schlaf in Richtung Venedig weitergefahren. Wir haben unterwegs drei mal Pause gemacht (Kaffee, Croissants) und waren so gegen 10 Uhr am Hafen bei der Fähre.

Jetzt sind wir unterwegs auf See und freuen uns schon sehr auf Griechenland. Morgen sind wir dort und treffen sicherlich wieder viele Bekannte und Freunde in Mitikas.

Vielleicht berichte ich morgen Abend nochmals, sonst halt übermorgen nachdem wir die Yacht seeklar haben.

Bis dann ganz liebe Grüße von der Adria

Lothar

Ab in Kürze auf See nicht mehr erreichbar.

8. Mai 2026 – Ab nach Griechenland

Heute geht es los! Nachdem ich seit August letzten Jahres aus gesundheitlichen Gründen zu Hause „angebunden“ war, starte ich heute in ein hoffentlich tolles und erlebnisreiches neues Urlaubsabenteuer.

Ab 15 Uhr bin ich mit dem Zug auf Achse. Es geht nach Freiburg zu meinem guten Freund Waldemar, mit dem ich ab ca. 20 Uhr gemeinsam im WV-Bus nach Venedig fahre.

Von dort geht es mit der Fähre nach Igoumenitsa / Griechenland, wo wir am Sonntag ankommen werden.

Danach noch ein letzter kurzer Trip nach Mitikas, wo Waldemars Trimaran im Trockendock liegt.

Sofern es zeitlich reicht, werden wir die Segelyacht noch am Sonntag zu Wasser bringen, Mast stellen und alles seeklar machen, damit wir am Montag einen ersten Segeltörn unternehmen können.

Die Wetteraussichten sind hervorragend und ich freue mich schon auf die Tage. Ich werde immer wieder mal hier im Lolleblog berichten und mich über jeden Besuch von euch hier im Internet freuen.

Also dann bis in Kürze wieder, liebe Grüße an alle

Lothar

22.8.2025 Start und abruptes Ende meiner Fahrradtour

Alles war gut vorbereitet und um 10:05 Uhr ging es in Aichwald los zu der geplanten 14-tägigen Radtour. Erstes Tagesziel war der Campingplatz Hirtenteich in der Nähe der Remsquelle. Nicht ganz 70 km aber für den ersten Tag zum „warm werden“ eine gute Distanz.

Es ging etwas stotterig los. Erste Tankstelle in Beutelsbach: Pressluftgerät defekt 🙁 Nächste Tankstelle in Geradstetten: Münzeinwurf am Pressluftautomaten gefordert, nein Danke 🙁 Danach Getränkemarkt in Grundbach: Kein Eistee 🙁 An der Tanke in Schorndorf hat es dann endlich geklappt. 2 Fläschchen Eistee erworben und die Räder „aufgeladen“ 🙂 Pressluftanlage gab aber nur 5,3 bar her. Normalerweise „lade“ ich knapp 6 bar rein 🙂 Aber soweit ok und deutlicher Unterschied im Rollwiederstand gegenüber den 3 bar, mit denen ich an der Tanke angekommen bin 🙂

Hinter Schorndorf ging es dann ins freie Gelände und so langsam stellte sich die Freude und das Fernweh bei mir ein.

Erste Kaffeepause war gegen 12:30 Uhr in Lorch in der Innenstadt.

Hinter Schwäbisch Gmünd gings auf sehr guten Radwegen weiter, leider ein gutes Stück weit an der B29 entlang.

Zeit für eine kurze Verschnaufpause. Der Kaffee aus Lorch musste auch raus 🙂

Die Rems wird hier auch immer schmäler. Klares Zeichen, dass ich mich zunehmend der Quelle nähere 🙂

Endspurt ! Es sind nur noch 5 km bis zum Campingplatz 🙁

Dann war Schluß !!! 🙁 🙁 🙁

Keine 3 km mehr bis zum Campingplatz. Ich musste wegen Bauarbeiten und einer Umleitung (gesperrt auch für Fußgänger) auf die Landstraße. Es war eine Steigung und etwa auf Höhe der Remsquelle hat es geknallt. Ich habe noch ein kurzes Reifenquietschen gehört und im nächsten Moment hat es mich vom Rad geschleudert und ich lag in der Straßenkantel. Eine Autofahrerin hat mich von hinten angefahren.

Das auf dem Bild ist kein Lächeln ! Das rechte Fußgelenk schmerzt. Ansonsten leichte Schürfungen und der Kopf ist noch dran. Nach 5 Minuten kamen schon Krankenwagen und Notarztwagen mit Blaulicht und Martinshorn. Es folgte Transport ins Krankenhaus Aalen und dort Röntgen und CT. Diagnose: rechtes Sprunggelenk gebrochen. Operation erforderlich. Sch… Fahrradfahren damit wahrscheinlich für dieses Jahr beendet 🙁

Das war meine Strecke heute bis zu dem abrupten Ende:

66,45 km in 4 Stunden, 25 Minuten

Gut, dass ich meine Monika habe, die mich in Aalen abgeholt und gut nach Hause gebracht hat. Hier werde ich bestens umsorgt ! Nächste Woche gehts in die Klinik zur Operation. Wird wohl eine etwas langwierige Sache werden 🙁 Na ja, es hätte auch noch schlimmer kommen können.

Jetzt bin ich zu Hause auf dem Sessel und suche noch die schmerzfreieste Stellung. Bin heute ziemlich fertig 🙁

Also das war es schon vom Lolleblog für dieses Jahr. Leider 🙁

Wünsche Euch allen gute Tage und eine schöne Zeit, lasst es euch gut gehen

Lothar

21.8.2025 – Morgen geht´s los

Ich bin fertig vorbereitet ! Morgen starte ich meine Fahrradtour und werde voraussichtlich so ca. 2 Wochen unterwegs sein. Wohin es geht, entscheide ich jeden Tag neu.

Mein Drahtesel ist schon fertig gepackt, so dass ich morgen früh nur noch meine Lenkertasche und meinen Rucksack fertig richten muss. Das Rad steht schon abfahrbereit in der Tiefgarage 🙂

Ich werde alle, die es interessiert, hier im Lolleblog täglich auf dem Laufenden halten. Schaut einfach mal vorbei. Aktualisierungen kündige ich jeweils in meinem Status auf WhatsApp an.

Euch allen noch einen schönen Abend und bis bald

Lolle

Fahrradtour 2025

Die Vorbereitungen laufen schon. Am Freitag (22.8.2025) geht es los! Der Wetterbericht verspricht ideales Fahrradwetter: Tagsüber 19 / 17 / 19 Grad, Nachts so um die 10 Grad. 3 Tage auf jeden Fall mal schon ganz gut. Je 7 Sonnenstunden!

Habe mir eine neue Isomatte zugelegt. Die liegt schon bereit und auch das Zelt und die beiden Satteltaschen sind schon vorbereitet.

Für den ersten Tag habe ich knapp 100 km bis zum Campingplatz Ringlesmühle geplant. Die Strecke ist schon in meinem Navi geladen und ich will mal sehen, ob das auch einigermaßen funktioniert. Leider lässt die Navigationssoftware für meinen Garmin Edge Explore 2 sehr zu wünschen übrig 🙁 Habe 2 Stunden gebraucht, um die Strecke einzufügen. Jetzt hoffe ich, dass es für die nächsten Etappen besser funktioniert.

Also ich berichte wieder ab Freitag über meine Tour. Schaut doch einfach mal vorbei. Aktualisierungen kündige ich immer über meinen WhatsApp-Status an.